14 March 2026, 08:22

Wirtschaftsführer fordern von Merz dringende Reformen gegen Bürokratie und Kostenlast

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern an einer Maschine, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Wirtschaftsführer fordern von Merz dringende Reformen gegen Bürokratie und Kostenlast

Deutsche Wirtschaftsführer warnen vor wachsender Kostenlast und Bürokratie, die die Wettbewerbsfähigkeit des Landes bedrohen. Arbeitgeberverbände fordern nun von Bundeskanzler Friedrich Merz, dringend Reformen umzusetzen, bevor das Vertrauen der Unternehmen weiter schwindet. In Schlüsselbranchen haben Betriebe bereits begonnen, Investitionen zurückzufahren – angesichts steigender Belastungen.

Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, verlangte eine beschleunigte Reform der Unternehmenssteuern sowie stabile Beiträge zur Sozialversicherung. Er betonte, dass Verzögerungen über den Sommer 2026 hinaus das Vertrauen der Wirtschaft nachhaltig beschädigen könnten. Unterstützung erhielt er von Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), der eine Senkung der Lohnnebenkosten forderte.

Hohe Steuern, explodierende Energiekosten und überbordende Bürokratie werden als "Bremsklötze" für das Wachstum bezeichnet. Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie fahren ihre Ausgaben bereits zurück, auch wenn unklar bleibt, wie viele Betriebe genau betroffen sind. Die Regierung steht unter zusätzlichem Druck, noch vor den Landtagswahlen im September in Ostdeutschland zu handeln.

Kanzler Merz hat schnelle Entlastungen versprochen, um die Unzufriedenheit der Wirtschaft zu lindern. Seine Mitte-rechts-Koalition hat Kommissionen zur Reform von Gesundheitswesen und Renten eingerichtet – doch Streit über die konkrete Ausgestaltung könnte die Fortschritte verzögern.

Nun muss die Regierung Reformforderungen mit politischen Herausforderungen in Einklang bringen. Ohne zeitnahe Kurskorrekturen warnen Unternehmen vor weiteren Kürzungen bei Investitionen, was die industrielle Basis Deutschlands zusätzlich schwächen würde. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die angekündigten Maßnahmen die Wende bringen können.

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