14 June 2026, 12:28

Wim Wenders zieht Falsche Bewegung nach Nastassja Kinskis Kritik zurück

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Wim Wenders zieht Falsche Bewegung nach Nastassja Kinskis Kritik zurück

Eine aktuelle Vorführung von Falsche Bewegung im Frankfurter Filmmuseum hat die Debatten über die umstrittenen Inhalte des Films neu entfacht. Der 1975 von Wim Wenders gedrehte Streifen zeigt Nastassja Kinski in einer halb nackten Szene, die entstand, als sie erst 13 Jahre alt war. Die Retrospektive lenkte die Aufmerksamkeit erneut auf die ethischen Bedenken im Umgang mit Kinderdarstellern in sexuell konnotierten Rollen.

Nastassja Kinski hatte sich lange dafür eingesetzt, die betreffende Szene aus Falsche Bewegung entfernen zu lassen. Erst als Wim Wenders ihre Bitte öffentlich ablehnte, gewann ihre Kampagne an Fahrt. Später entschuldigte sich der Regisseur bei ihr und zog den Film aus dem Verkehr, als die Diskussionen an Intensität zunahmen.

Die Debatte machte unterschiedliche Standpunkte deutlich, wie mit älteren Filmen umgegangen werden soll, deren Inhalte heute als inakzeptabel gelten. Einige plädieren für eine nachträgliche Bearbeitung solchen Materials, andere betonen die Bedeutung der künstlerischen Integrität. Die Diskussion zog auch Vergleiche zu anderen Kinderstars, die ähnliche Erfahrungen machten.

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Brooke Shields äußerte einst ihr Unbehagen darüber, ihre Rolle in Pretty Baby (1978) verteidigen zu müssen, in der sie eine elfjährige Kinderprostituierte spielte. Natalie Portman empfand dagegen die öffentliche Reaktion auf ihre Mitwirkung in Léon – Der Profi (1994) als beunruhigender als die Dreharbeiten selbst. Jodie Foster hingegen sprach stets gelassen über ihre Rolle in Taxi Driver mit zwölf Jahren. Dakota Fanning und Kirsten Dunst teilten Portmans Haltung und betonten die Notwendigkeit von Professionalität und Respekt am Set.

Kinskis Eingreifen veränderte die Art und Weise, wie über frühere Kontroversen rund um Kinderdarsteller diskutiert wird. Die Debatte um Falsche Bewegung brachte neue Perspektiven darauf, wie künstlerische Bewahrung und ethische Bedenken in Einklang gebracht werden können. Wenders’ Entscheidung, den Film zurückzuziehen, markierte eine bemerkenswerte Reaktion auf die erneute Prüfung des Themas.

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