TU Braunschweig führt 2026 bezahltes Parkleitsystem für Hochschulparkplätze ein
Maximilian SchönlandTU Braunschweig führt 2026 bezahltes Parkleitsystem für Hochschulparkplätze ein
Ab Anfang 2026 wird die Technische Universität Braunschweig ein kostenpflichtiges Parkleitsystem einführen, um der steigenden Nachfrage nach Parkplätzen zu begegnen. Die Maßnahme ist Teil der weiteren Bemühungen der Stadt, den Verkehrsstau zu verringern – darunter neue Anwohnerparkausweise und der Ausbau von Park-and-Ride-Angeboten. Ab Mitte November bis Anfang Dezember werden Hinweisschilder auf die Änderungen aufmerksam machen.
Das neue System gilt für alle Hochschulparkplätze, darunter auch den stark frequentierten Parkplatz an der Mensa in der Katharinenstraße. Autofahrer müssen ihre Fahrzeuge online registrieren und eine monatliche Gebühr entrichten. Kameras und automatisierte Kontrollen sollen die Einhaltung überwachen; nicht berechtigte Nutzer müssen mit Bußgeldern rechnen.
Die Stadt hat bereits Schritte unternommen, um den Parkdruck zu mindern. Seit Ende 2024 wurden die Park-and-Ride-Flächen am Stadtrand ausgebaut, in stark frequentierten Gebieten eine dynamische Preisgestaltung eingeführt und Carsharing-Angebote gefördert. Anwohner mit Parkausweis erhalten zudem Zugang zu neuen Stellplätzen am Wendentorwall und am Fallersleber-Tor-Wall, während einige Parkbereiche kostenfrei und ohne Beschränkungen bleiben. Ein Antrag der Fraktion DIE FRAKTION BS, das gemischte Parkprinzip abzuschaffen – das kurzzeitiges Parkscheiben-Parken erlaubt – und Anwohnerparkausweise auf alle Fahrradstraßen im Universitätsviertel auszuweiten, wurde abgelehnt. Stattdessen bleibt das bestehende System erhalten: Tagsüber bleibt das dreistündige Parkscheiben-Parken neben reinen Anwohnerparkplätzen möglich.
Das automatisierte Parksystem der Universität soll im ersten Quartal 2026 starten. Ab Mitte November weisen Schilder auf die Neuerungen hin, die vollständige Umsetzung ist bis Anfang Dezember geplant. Ziel der Änderungen ist es, das Parken effizienter zu gestalten, dabei aber weiterhin kostenfreie Bereiche anzubieten und die Möglichkeiten für Anwohner zu erweitern.