15 January 2026, 18:48

Salzgitter ehrt fünf Persönlichkeiten mit Ehrenbürgerschaft für lebenslanges Engagement

Eine Gruppe von Menschen in einem beruflichen Setting klatschen und feiern, mit einer Frau in der Mitte, die ein Zertifikat hält und eine Medaille trägt.

Salzgitter ehrt fünf Persönlichkeiten mit Ehrenbürgerschaft für lebenslanges Engagement

Die Stadt Salzgitter hat fünf Persönlichkeiten für ihre herausragenden Verdienste die Ehrenbürgerschaft verliehen. Die Auszeichnungen würdigen jahrzehntelanges Engagement in Politik, Wirtschaft, Sozialwesen und kommunaler Entwicklung. Die Geehrten wurden auf Vorschlag von Oberbürgermeister Frank Klingebiel oder Fraktionen des Stadtrats nominiert und anschließend vom Ältestenrat sowie dem Stadtrat bestätigt.

Zu den Ausgezeichneten gehört Werner Kubitza, der für sein langjähriges Wirken in der Salzgitteraner Industrie gewürdigt wird. Sein Einsatz war entscheidend, um während einer Finanzkrise die Veräußerung des städtischen Stahlwerks zu verhindern – und damit Arbeitsplätze sowie die lokale Wirtschaft zu sichern.

Wolfgang Schneider erhält die Ehre für 30 Jahre im Stadtrat und 34 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit beim Regionalverband. Sein Engagement hat über Jahrzehnte das regionale Wachstum und den öffentlichen Dienst gefördert. Jürgen Hattop wird für 20 Jahre als ehrenamtlicher Stadtrat sowie für die Mitgründung einer gemeinnützigen Stiftung mit seiner verstorbenen Frau Helga ausgezeichnet. Ihre Stiftung finanziert bis heute bedeutende Projekte in Salzgitter. Peter-Jürgen Schneider wird für seine berufliche und politische Laufbahn geehrt, die maßgeblich dazu beitrug, den Standort der Ostfalia Hochschule in der Stadt dauerhaft zu sichern. Zudem spielte er eine zentrale Rolle bei der Umsiedlung von Bewohnern in Watenstedt und der Übertragung von Wohnungen an die städtische Wohnungsgesellschaft Salzgitter mbH.

Angelika Stramiello wird für die Gründung des Salzgitteraner Frauenhauses 1979 und dessen Leitung bis 2010 gewürdigt. Ihr Einsatz lenkte die öffentliche Aufmerksamkeit auf Gewalt gegen Frauen und schuf nachhaltige Unterstützungsstrukturen für Betroffene.

Die Tradition, bürgerschaftliches Engagement in Salzgitter zu ehren, reicht fast ein Jahrhundert zurück. Bereits 1928 schlug der lokale Arzt Dr. Heinrich Lilienthal die Einrichtung eines Frauen-Untersuchungsheims vor – einer Gesundheitsstation für Frauen in der Industrieregion. Seine Initiative stand für frühe Bemühungen, öffentliche Gesundheit und soziales Wohl in der Region zu stärken.

Die fünf neuen Ehrenbürger reihen sich ein in einen exklusiven Kreis von Persönlichkeiten, die Salzgitter nachhaltig geprägt haben. Ihre Leistungen umfassen Industrie, Politik, Bildung und soziale Gerechtigkeit. Die offizielle Anerkennung durch die Stadt unterstreicht den bleibenden Wert ihres Wirkens.