„Roter Sand“ verlässt die Nordsee: Zwei Standorte für den historischen Leuchtturm bleiben
Margret auch Schlauchin"Roter Sand": Nur noch zwei Standorte im Rennen - „Roter Sand“ verlässt die Nordsee: Zwei Standorte für den historischen Leuchtturm bleiben
Der historische Leuchtturm "Roter Sand" soll von seinem aktuellen Standort in der Nordsee versetzt werden. Eine Expertenkommission empfiehlt, das Bauwerk abzubauen und an Land wieder aufzubauen. Nach jahrelangen Diskussionen stehen nun nur noch zwei Standorte für die Verlegung zur Debatte.
Eine Untersuchung aus dem Jahr 2019 hatte ergeben, dass sich der Leuchtturm in einem gefährlichen Zustand befindet und schwere strukturelle Schäden aufweist. Die Behörden einigten sich darauf, dass er nicht länger in der Nordsee bleiben könne. Ursprünglich waren vier mögliche Standorte im Gespräch, zwei davon wurden jedoch inzwischen verworfen.
Bremerhaven und Hooksiel schieden aus, da ihre Lage die Gefahr von Verwechslungen mit bestehenden Navigationshilfen birgt. Für diese Gebiete konnten die notwendigen Genehmigungen nicht erteilt werden. Übrig blieben Fedderwardersiel und Wilhelmshaven als einzig realistische Optionen.
Wolfgang Ademes, Sprecher des Teams, das den Leuchtturm als Denkmal verwaltet, bestätigte den Zeitplan für die Entscheidung. In den kommenden Wochen werden sich Vertreter des Bundes, der Länder und der regionalen Denkmalschutzbehörden treffen, um die endgültige Wahl zu beraten. Ein Beschluss zwischen den beiden verbleibenden Standorten wird für Ende August oder Anfang September erwartet.
Der Leuchtturm wird demontiert und am ausgewählten Standort wieder aufgebaut. Nach der Verlegung wird er nicht mehr als aktives Navigationszeichen dienen. Ziel des Umzugs ist es, die historische Struktur zu erhalten und gleichzeitig die Sicherheit auf der Nordsee zu gewährleisten.