21 January 2026, 18:43

Prozess um mutmaßliche sexuelle Belästigung einer Polizistin beim Schützenfest-Umzug

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einer Menge von Polizeibeamten, einige tragen Mützen und Masken, während sie auf einer Demonstration in Berlin, Deutschland, mit Schildern, Fahnen, Laternenpfählen, Bäumen, Fahrzeugen, einem Gebäude und dem Himmel im Hintergrund demonstrieren.

Schützen küssen Polizistin - Prozess wegen Belästigung - Prozess um mutmaßliche sexuelle Belästigung einer Polizistin beim Schützenfest-Umzug

Zwei Männer im Alter von 34 und 44 Jahren müssen sich vor Gericht verantworten, nachdem sie einer Polizistin während des Schützenfest-Umzugs in Hannover angeblich sexuell belästigt haben sollen. Bei dem Vorfall soll es demnach zu unerwünschten körperlichen Berührungen gekommen sein, darunter Küsse auf beide Wangen der Beamtin. Nach Einsprüchen gegen Strafbefehle wurde nun ein Hauptverhandlungstermin auf den 29. Januar angesetzt.

Die mutmaßliche Attacke ereignete sich beim Schützenfest im vergangenen Jahr, dem größten Schützenfest der Welt. Die Veranstaltung lockte rund 800.000 Besucher an – 150.000 mehr als im Vorjahr –, wobei allein 180.000 Menschen am traditionellen Festumzug teilnahmen.

Laut Berichten packten die beiden Männer die Beamtin am Oberarm und küssten sie ohne ihre Zustimmung. Die Polizistin beschrieb später, sich durch die Begegnung "emotional überfordert" gefühlt zu haben. Beide Angeklagten legten gegen die ursprünglichen Strafbefehle Widerspruch ein, woraufhin das Gericht einen Verhandlungstermin festsetzte.

Im Prozess werden 14 Zeugen aussagen, deren Aussagen zur Klärung des Sachverhalts beitragen sollen. Es geht darum, ob das Verhalten der Männer nach deutschem Recht als sexuelle Belästigung zu werten ist.

Das Gericht wird die genauen Umstände des Vorfalls sowie die Auswirkungen auf die betroffene Beamtin prüfen. Ein Urteil wird nach den Zeugenaussagen am 29. Januar erwartet. Der Ausgang des Verfahrens könnte richtungsweisend für die Behandlung ähnlicher Fälle bei Großveranstaltungen sein.