24 January 2026, 12:40

Osnabrück revolutioniert Schulbetreuung mit flexiblen Zeiten für Familien

Ein alter Stadtplan von Saarbrücken, Deutschland, zeigt detaillierte Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Text in einer klassischen Schriftart.

Osnabrück revolutioniert Schulbetreuung mit flexiblen Zeiten für Familien

Osnabrück führt flexible Betreuungszeiten an Grund- und weiterführenden Schulen ein

In den nächsten zwei Jahren wird Osnabrück schrittweise mehr Flexibilität bei der schulischen Nachmittagsbetreuung einführen. Ab dem Schuljahr 2026/27 bieten Ganztagsgrundschulen eine zusätzliche Abholzeit an, während Gymnasien ab 2027/28 tageweise buchbare Betreuungsoptionen erhalten. Die Änderungen sollen Familienentlastung schaffen, ohne Personal oder Finanzierung zu beeinträchtigen.

Neue Abholzeit für Grundschulen ab 2026/27 Ab dem Schuljahr 2026/27 führen Grundschulen mit Ganztagsbetrieb eine zweite Abholmöglichkeit ein – frühestens 90 Minuten nach Ende des regulären Unterrichts. Schülerinnen und Schüler, die zu diesem Zeitpunkt abgeholt werden, gelten weiterhin als Ganztagsschüler, was die Personalplanung vereinfacht. Auch die Ferienbetreuung wird künftig wochenweise und unabhängig von den Betreuungszeiten während der Schulwochen gebucht.

Bürgermeisterin Katharina Pötter betonte, die neue Abholzeit komme den Bedürfnissen der Familien entgegen und gebe den Schulen gleichzeitig Planungssicherheit. Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann ergänzte, die Maßnahme finde eine faire Balance zwischen Bildungsanspruch, Personalbedarf und Finanzierung. Ob die zusätzliche Abholoption eingeführt wird, entscheidet jeweils der Schulvorstand der einzelnen Einrichtung.

Tageweise Buchung für Gymnasien ab 2027/28 Ein Jahr später, ab 2027/28, führen fünf Osnabrücker Gymnasien – das Gymnasium Osnabrück, das Gymnasium an der Heger, das IBG, das BGVM und das MPG – flexible Tagesbuchungen für die schulische Betreuung ein. Eltern müssen sich dann nicht mehr langfristig verpflichten, sondern zahlen pro gebuchtem Tag etwa 10 Euro. Eine einfache schriftliche Voranmeldung sichert den Platz, statt wie bisher starre Jahres- oder Halbjahresverträge abzuschließen.

Stabile Rahmenbedingungen, mehr Wahlfreiheit für Familien Die Neuerungen ändern nichts an der Finanzierung, der Personalausstattung oder den Qualitätsstandards im Schuljahr 2026/27. Familien erhalten mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei der Nachmittags- und Ferienbetreuung, während die Schulen planbare Personalkapazitäten behalten. Die schrittweise Umsetzung beginnt an den Grundschulen, bevor sie auf die weiterführenden Schulen ausgeweitet wird.