Alle Lehrer erhalten ebenfalls Tablets - ab Klasse 1 - Niedersachsen verteilt 110.000 Samsung-Tablets an Schulen bis 2027
Die Landesregierung Niedersachsens treibt eine große Digitalisierungsoffensive an Schulen voran. Bis 2027 sollen 110.000 Samsung-Tablets an Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler in der gesamten Region verteilt werden. Die ersten Geräte werden bereits in diesem Sommer eintreffen – zunächst für Lehrende, später dann schrittweise auch für die Schülerinnen und Schüler.
Bildungsministerin Julia Willie Hamburg von den Grünen verteidigte das Vorhaben als unverzichtbar für einen modernen Unterricht. Samsung-Tablets würden den Unterricht verbessern, die Medienkompetenz stärken und den Zugang zu einer größeren Vielfalt an Lernmaterialien ermöglichen, argumentierte sie. Die Auslieferung beginnt in den kommenden Monaten mit den Lehrkräften, gefolgt von Klassensätzen für Grundschulen, um auch jüngere Kinder an digitale Werkzeuge heranzuführen.
Ab dem Schuljahr 2026/27 sollen dann Siebtklässler als erste Schülerinnen und Schüler Leih-Samsung-Tablets erhalten. Ziel der Initiative ist es, den Unterricht interaktiver zu gestalten, Recherchen zu erleichtern und den Papierkram für das Schulpersonal zu reduzieren. Bei knapp 77.800 Lehrkräfte an Niedersachsens allgemeinbildenden Schulen umfasst das Programm fast das gesamte Lehrpersonal der Region.
Doch nicht alle stehen hinter dem Projekt. Der CDU-Abgeordnete Christian Führer kritisierte die Samsung-Tablet-Pläne als teuer und stellte infrage, ob das Geld nicht sinnvoller eingesetzt werden könnte. Auch kommunale Vertreter äußerten Bedenken und wiesen auf Finanzierungslücken bei den Verwaltungskosten hin. Trotz der Kritik betont die Landesregierung, dass sich die Investition langfristig für die Schulen auszahlen werde.
Bis 2027 sollen im Rahmen des Samsung-Tablet-Programms 110.000 Geräte verteilt werden. Lehrkräfte beginnen noch in diesem Sommer mit der Nutzung, Schülerinnen und Schüler folgen in mehreren Phasen. Die Verantwortlichen versichern, dass das Programm die digitale Bildung voranbringe – auch wenn Fragen zur Finanzierung und zu den Kosten weiterhin bestehen.