04 February 2026, 05:15

Niedersachsen steht still: Öffentlicher Dienst streikt ganztägig für höhere Löhne

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude und hält Schilder und Plakate hoch, während zwei Personen im Vordergrund sitzen und ein Müllcontainer rechts zu sehen ist, bei einer Demonstration in Deutschland, mit Gebäuden, Fenstern, Lichtern und Schildern im Hintergrund.

Gewerkschaft der öffentlichen Dienstleistenden ruft zu Warnstreik in Niedersachsen auf - Niedersachsen steht still: Öffentlicher Dienst streikt ganztägig für höhere Löhne

Öffentlich Bedienstete in Niedersachsen kündigen ganztägigen Warnstreik an

Am kommenden Mittwoch wollen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Niedersachsen einen ganztägigen Warnstreik durchführen. Der dbb beamtenbund und tarifunion hat zu der Aktion aufgerufen, die Teil des anhaltenden Tarifkonflikts um höhere Löhne ist. Sollte sich der Streik wie geplant ausweiten, könnten Dienstleistungen wie Straßeninstandhaltung, Kliniken und Schulen erhebliche Einschränkungen erfahren.

Der Arbeitskampf folgt auf gescheiterte Verhandlungen zwischen dem dbb und den Arbeitgebern der Länder. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Die Arbeitgeber lehnen diese Forderungen als nicht finanzierbar ab.

Bisher habe der Staat noch kein konkretes Angebot vorgelegt, heißt es seitens des dbb. Der Verband wirft den Arbeitgebern vor, sich nicht ernsthaft auf Gespräche einzulassen. Für Hannover ist eine Großkundgebung geplant, an der Tausende Beschäftigte teilnehmen sollen.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. Februar in Potsdam angesetzt. Zwar wird der Streik viele Bereiche beeinträchtigen, die Organisatoren haben jedoch zugesichert, die Winterdienste für die Straßenräumung nicht zu behindern. Bundesweit sind von dem Tarifstreit rund 3,5 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes betroffen – darunter Beamte, Tarifbeschäftigte und Rentner.

Der Warnstreik wird die Entschlossenheit beider Seiten auf die Probe stellen. Falls keine Einigung erzielt wird, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen. In Niedersachsen muss mit Verzögerungen in vielen Bereichen gerechnet werden, Notdienste wie die Winterstraßenräumung sollen jedoch aufrechterhalten werden.