29 January 2026, 19:19

Neue FDP-Politikerin leitet Niedersachsens Landeszentrale für politische Bildung

Ein altes Kartenbild des Ober-Sachsen-Gebiets in Deutschland, detailliert mit Provinzen, Städten und geografischen Merkmalen, in Blau-, Grün-, Gelb-, Rot- und Orangetönen koloriert, mit klassischer Schriftart und einem schmalen schwarzen Rand.

Neue FDP-Politikerin leitet Niedersachsens Landeszentrale für politische Bildung

Anikó Glogowski-Merten, eine 43-jährige Politikerin der Freien Demokratischen Partei (FDP), hat die Leitung der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung übernommen. Die Ernennung folgt auf ihre Tätigkeit in der Kulturpolitik und politischen Bildungsarbeit, unter anderem als Forumsdirektorin der Friedrich-Naumann-Stiftung. Ihr Amtsantritt fällt in eine Phase, in der die Behörde die demokratische Teilhabe in der Region stärken will.

Glogowski-Merten bringt umfangreiche Erfahrungen in Bildung und Kunst mit. Sie studierte Kunst und Pädagogik in Magdeburg und Braunschweig und unterrichtete später an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Bis zum vergangenen Jahr war sie zudem kulturpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion und prägte dort Debatten über Demokratie und gesellschaftliche Mitwirkung.

Ihre politische Haltung ist deutlich: Sie lehnte das "Gesetz zur Begrenzung des Zuzugs" ab, einen von der rechtsextremen AfD unterstützten Entwurf, und forderte öffentlich eine Prüfung, ob die Partei verboten werden sollte. Diese Position entspricht ihrem generellen Einsatz für demokratische Werte und bürgerliche Verantwortung.

Auch ihr privates Umfeld hat ihre Karriere beeinflusst. Verheiratet mit dem Braunschweiger Stadtrat Robert Glogowski – Sohn des ehemaligen Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski – spielte sie eine Rolle bei der Bildung der Ampelkoalition. Ihre Vernetzung und Expertise brachten ihr Unterstützung ein, etwa von Falko Mohrs, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, der ihre Fähigkeit lobte, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen.

Als neue Leiterin der 2017 gegründeten Landeszentrale, die das Verständnis für Politik fördern soll, will sie deren Wirkung erweitern. Ihr Konzept setzt auf offene, digitale und inklusive Formate in Zusammenarbeit mit Schulen, Hochschulen und Kultureinrichtungen, um den demokratischen Dialog zu stärken.

Glogowski-Mertens Amtsantritt leitet eine neue Phase der politischen Bildung in Niedersachsen ein. Mit ihrem Fokus auf digitale und partizipative Ansätze will sie die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Demokratie vertiefen. Künftig wird die Arbeit der Behörde ihre Schwerpunkte widerspiegeln: Offenheit, Vielfalt und aktive Teilhabe.