31 January 2026, 20:34

Mehr Geschlechtsänderungen 2025: Wie das Selbstbestimmungsgesetz die Daten verändert

Eine Karte von Europa im Jahr 2017 mit verschiedenen Blautönen, die den Gender-Equality-Index anzeigen, mit der Überschrift "Gender-Equality-Index 2017 Power Overview" in fetter Schrift auf der linken Seite.

Mehr Geschlechtsänderungen 2025: Wie das Selbstbestimmungsgesetz die Daten verändert

Neue Zahlen zeigen einen Anstieg bei Änderungen des rechtlichen Geschlechtseintrags in mehreren deutschen Städten für das Jahr 2025. Die Daten folgen auf die Einführung des Selbstbestimmungsgesetzes im November 2024, das den Prozess der Datenänderung vereinfacht hat. Die verschiedenen Regionen verzeichneten unterschiedliche Zahlen, wobei einige Gebiete eine höhere Nachfrage an Änderungen aufwiesen als andere.

Braunschweig verzeichnete mit 103 Personen, die bis Ende 2025 ihren Geschlechtseintrag änderten, die höchste Zahl. Wolfsburg folgte mit 75 Änderungen seit Inkrafttreten des Gesetzes. In Salzgitter gab es 69 Erklärung, wobei der Großteil – 34 Fälle – den Wechsel von weiblich zu männlich betraf.

Goslar meldete 33 Änderungen, davon 21 von weiblich zu männlich und 8 von männlich zu weiblich. In Peine wurden 16 Aktualisierungen vorgenommen, wobei 10 den Wechsel von weiblich zu männlich und 4 die umgekehrte Richtung betrafen. Helmstedt registrierte 35 Änderungen, während Wolfenbüttel 38 Erklärungen erhielt, wobei 25 Personen das Verfahren nach der vorgeschriebenen dreimonatigen Wartefrist abschlossen.

Gifhorn hingegen verzeichnete 13 Erklärungen nach §2 des Selbstbestimmungsgesetzes. Historische Vergleichsdaten liegen nicht vor, da keine Zahlen aus den fünf Jahren vor Einführung des Gesetzes bereitgestellt wurden.

Die Zahlen spiegeln das erste vollständige Jahr unter der neuen Gesetzgebung wider, die es Einzelpersonen ermöglicht, ihren rechtlichen Geschlechtseintrag einfacher zu ändern. Die Zahlen der einzelnen Städte variieren und zeigen unterschiedliche Inanspruchnahme in der Region. Die Daten enthalten keine Trends aus früheren Jahren, sodass die langfristigen Auswirkungen unklar bleiben.