01 February 2026, 18:40

MAN und IG Metall sichern 2.161 Jobs in Salzgitter bis 2035 mit Millioneninvestitionen

Ein Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund trägt die Aufschrift "Kinderaffen ist eine nationale Gefahr - Sollen wir der Industrie gestatten, das Land zu fesseln", das eine bunt gemischte Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

MAN und IG Metall sichern 2.161 Jobs in Salzgitter bis 2035 mit Millioneninvestitionen

MAN AG und IG Metall besiegeln historisches Abkommen für Arbeitsplatzsicherung und Investitionen am Standort Salzgitter

MAN AG und die IG Metall haben ein richtungsweisendes Abkommen abgeschlossen, das Arbeitsplätze und Investitionen am Werk Salzgitter langfristig sichert. Die im frühen Jahr 2026 erzielte Einigung umfasst eine zehnjährige Beschäftigungsgarantie sowie ein 59-Millionen-Euro-Paket zur Modernisierung des Standorts. Zudem profitieren die Beschäftigten von einem neuen Gewinnbeteiligungsmodell und jährlichen Sonderzahlungen.

Das Abkommen garantiert den 2.161 Mitarbeitenden in Salzgitter die Weiterbeschäftigung mindestens bis Dezember 2035 – bei anhaltend hoher Produktionsnachfrage ist sogar eine Verlängerung bis 2040 möglich. Im Rahmen des Programms MAN2030 werden in den kommenden zehn Jahren rund 600 Stellen durch natürliche Fluktuation abgebaut, ohne betriebsbedingte Kündigungen. Damit trägt das Unternehmen dem demografischen Wandel Rechnung.

Ein neu gebildeter Lenkungsausschuss Salzgitter wird künftig die Produktentwicklung und die langfristige Strategie des Werks steuern. Die Achsenproduktion bleibt bis weit in die 2030er-Jahre am Standort verankert und sichert so den Kern der Fertigung. Zudem wird die Rolle des Werks innerhalb des MAN-Konzerns gestärkt: mit einer eigenen industriellen Roadmap und dem 59-Millionen-Investitionsprogramm.

Finanziell profitieren die Beschäftigten von einer jährlichen Netto-Mitgliedsprämie in Höhe von 156 Euro, die allen Vollzeit-, Teilzeit- und Auszubildenden im Sommer ausgezahlt wird. Entgangene Lohnbestandteile werden rückwirkend erstattet, sodass keine gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitenden Nachteile erleiden. Zudem zahlen außertarifliche Angestellte und Führungskräfte in einen Sozialausgleichsfonds ein.

Das Gewinnbeteiligungsmodell startet im Geschäftsjahr 2025, die ersten Auszahlungen sind für Mai 2026 vorgesehen. Die Ausbildungsquote bleibt mit mindestens zwei Prozent der Stammbelegschaft gesichert.

Die Vereinbarung schafft langfristige Planungssicherheit für die Belegschaft in Salzgitter und unterstreicht die strategische Bedeutung des Standorts für MAN. Mit Arbeitsplatzgarantien, Bonuszahlungen und gesicherter Produktion verbindet das Abkommen industrielle Wettbewerbsfähigkeit mit fairen Arbeitsbedingungen. Die ersten finanziellen Vorteile für die Beschäftigten werden Mitte 2026 wirksam.