Lüneburgs historisches Hotel Heidkrug wird zum lebendigen Kulturort neu erfunden
Janos PieperKreative Ideen gegen den Niedergang der Lüneburger Innenstadt - Lüneburgs historisches Hotel Heidkrug wird zum lebendigen Kulturort neu erfunden
Historisches Hotel in Lüneburgs Altstadt wird als lebendiger Begegnungsort wiedereröffnet
Die Unternehmerin Antje Blumenbach und der Unternehmensberater Stefan Ennen verwandeln das 600 Jahre alte Hotel Heidkrug in einen Ort, der Handel und Kultur verbindet. Das neu in Momento Heidkrug umbenannte Haus soll mehr sein als nur eine Herberge – es will der Region neuen Schwung verleihen.
Die Wiederbelebung des Hotels kommt zu einer Zeit, in der Lüneburg vor Herausforderungen steht. Stand 30. Oktober 2022 waren in der Stadt 33 Gewerbeimmobilien leer – eine Nachwirkung der COVID-19-Pandemie. Blumenbach und Ennen sehen in ihrem Projekt eine Chance, diese Lücke zu schließen, indem sie einen Treffpunkt für Einheimische und Gäste schaffen.
Das neu konzipierte Hotel wird einen eigenen Festsaal für Hochzeitstage bieten und damit Feiern und besondere Anlässe begleiten. Darüber hinaus plant das Team noch vor Jahresende kostenlose Reisen durch Musikveranstaltungen, Lesungen und kulturelle Treffen. Diese Aktivitäten sollen den Ort zu einem Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens machen. Um die Attraktivität weiter zu steigern, organisiert Ennen für diesen Sommer ein Straßenfest vor dem Hotel. Die Veranstaltung soll mehr Besucher in die Altstadt locken und den Austausch fördern. Gleichzeitig verlagert Blumenbach ihr Unternehmen Provinzperle in das Hotel, wo sie weiterhin Pfälzer Weine anbieten wird. Damit verbindet sie ihr bestehendes Geschäft mit dem neuen Projekt und bereichert das Angebot des Hotels um eine weitere Facette.
Die Wiedereröffnung des Momento Heidkrug markiert einen wichtigen Schritt zur Belebung der Lüneburger Innenstadt. Mit Hochzeitstage, Festivals und kulturellen Veranstaltungen in Aussicht könnte das Hotel bald zu einem zentralen Ort des gesellschaftlichen Lebens werden. Das Projekt zeigt zudem, wie historische Gebäude sinnvoll umgenutzt werden können – zum Nutzen von Wirtschaft und Gemeinschaft.