Helmstedt schaltet Notfall-App BIWAPP Ende 2024 ab – zu teuer und kaum genutzt
Janos PieperHelmstedt schaltet Notfall-App BIWAPP Ende 2024 ab – zu teuer und kaum genutzt
Landkreis Helmstedt stellt BIWAPP-Notfallapp bis Ende 2024 ein
Der Landkreis Helmstedt hat bekannt gegeben, die Nutzung der Notfallwarn-App BIWAPP bis Ende 2024 einzustellen. Als Hauptgründe nannte die Verwaltung die geringe Nutzerzahl und die hohen Kosten. Ab dem 31. Dezember wird die App nicht mehr als offizieller Kommunikationskanal dienen.
Vor der Abschaltung zählte BIWAPP im Landkreis lediglich 1.872 registrierte Nutzer – eine Zahl, die im Vergleich zu anderen Informationswegen als zu niedrig bewertet wurde. Zudem verursachte die App jährlich Kosten in Höhe mehrerer tausend Euro, während es kostenlose Alternativen gibt.
Künftig wird sich der Landkreis auf seinen WhatsApp-Kanal, die eigene Website, Rundfunkmedien und Zeitungen für wichtige Mitteilungen stützen. Schulen erhalten direkte Benachrichtigungen und können Informationen über ihre eigenen Systeme an die Schüler weitergeben. Aktuelle Schulschließungen werden beispielsweise nicht mehr über BIWAPP bekannt gegeben.
Bei Großschadenslagen oder Katastrophen werden Warnungen jedoch weiterhin über das landesweite Warnsystem verbreitet. Etablierte Apps wie NINA, Katwarn – und unter Umständen auch BIWAPP selbst – könnten für solche übergreifenden Alarmierungen weiterhin genutzt werden.
Die Abschaffung von BIWAPP spiegelt den Trend zu breiter genutzten und kostengünstigeren Kommunikationsmitteln wider. Wichtige Updates werden künftig über den WhatsApp-Kanal des Landkreises, die Website sowie klassische Medien verbreitet. Die Umstellung tritt zu Beginn des Jahres 2025 in Kraft.