"HeidiFest" entfacht Streit: Klums Oktoberfest-Party polarisiert Münchner Traditionswirte
Maximilian Schönland"HeidiFest" entfacht Streit: Klums Oktoberfest-Party polarisiert Münchner Traditionswirte
Eine prominente Vorab-Party zum Oktoberfest, ausgerichtet von Heidi Klum, hat Kritik von einem langjährigen Festveranstalter ausgelöst. Christian Schottenhamel, ein bekannter Oktoberfest-Wirt, bezeichnete die als "HeidiFest" betitelte Feier als Verfälschung der bayerischen Kultur. Die Veranstaltung fand im Münchner Traditionslokal Hofbräuhaus statt und zog beträchtliche Medienaufmerksamkeit auf sich.
Heidi Klums "HeidiFest" wurde im Hofbräuhaus noch vor dem offiziellen Start des Oktoberfests gefeiert. Die Feier wurde live auf ProSieben übertragen und lockte Prominente aus der Unterhaltungsbranche an. Später besuchte Klum auch das eigentliche Oktoberfest und verlängerte so ihre Feierlichkeiten.
Schottenhamel verurteilte die Party als unvereinbar mit bayerischen Traditionen. Den Namen "HeidiFest" bezeichnete er als schlecht gewählt, die veröffentlichten Bilder als "wirklich, wirklich schlimm". Besonders ärgerte ihn die Straßensperre für die Ankunft der Familie Kaulitz mit einer Kutsche – ein Spektakel, das er als peinlich brandmarkte.
Der erfahrene Wirt betonte, solche Events hätten nichts mit echter bayerischer Kultur zu tun. "HeidiFest" habe die Bräuche, die das Oktoberfest prägen, nicht gewürdigt, sondern stattdessen Showbusiness-Glamour über die Tradition gestellt.
Schottenhamels Äußerungen verdeutlichen den Konflikt zwischen moderner Promikultur und den bewährten bayerischen Gepflogenheiten. Durch die Live-Übertragung und die prominenten Gäste erreichte die Veranstaltung zwar eine breite Öffentlichkeit, doch bei Traditionalisten stieß sie auf scharfe Ablehnung. Die Diskussion dreht sich nun darum, wie das Image des Oktoberfests durch solche hochkarätigen Ableger geprägt wird.