14 March 2026, 06:43

Günther Jauch kauft Loriots legendäres Haus am Starnberger See – ein Stück Kulturgeschichte wechselt den Besitzer

Ein Schwarz-Weiß-Entwurf eines Grundrisses eines Hauses, das mutmaßlich die Villa in Dresden, Deutschland, ist, mit Text, der das Layout, die Raumzahl und die Raumgrößen beschreibt.

Günther Jauch kauft Loriots legendäres Haus am Starnberger See – ein Stück Kulturgeschichte wechselt den Besitzer

Günther Jauch hat das ehemalige Domizil von Vicco von Bülow, dem legendären Humoristen Loriot, am Starnberger See erworben. Das Anwesen besitzt kulturelle Bedeutung, auch wenn viele von Loriots berühmten Werken an anderen Orten entstanden. Jauchs Kauf spiegelt seine langjährige Bewunderung für das Erbe des Komikers wider.

Vicco von Bülow, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot, schuf einige der beliebtesten Komödien Deutschlands. Seine Filme Ödipussi (1988) und Pappa ante Portas (1991), in denen Evelyn Hamann mitspielte, wurden zu festen Größen der Popkultur. Doch trotz seiner Verbindung zum Starnberger See entstanden nur wenige seiner Produktionen tatsächlich in seinem Haus am See.

Szenen aus Pappa ante Portas wurden in München und im nahegelegenen Grünwald gedreht, darunter die Geburtstagsfeier der Familie Lohse am Ahlbecker Pier auf Usedom. Selbst der Axel-Springer-Hochhaus in Berlin diente als Kulisse für die Entlassungsszene von Heinrich Lohse. Frühere Werke wie die 1970er-Sketchreihe Ödipus oder der 1977 entstandene Kurzfilm Der Ausflug entstanden ebenfalls in Bayern – in Studios in München und in den Alpen bei Garmisch-Partenkirchen.

Bevor Loriot seine Filmkarriere startete, wurde er in den 1950er-Jahren durch Bücher bekannt, darunter Der unentbehrliche Ratgeber für den Umgang in feiner Gesellschaft und Glücklich verführt: Zwei Experten verraten 20 erprobte Liebestricks. Sein 1976 gedrehter Sketch Wohnungsverwüstung zeigte seinen typisch chaotischen Humor – auch dieser entstand fernab seines Hauses am Starnberger See.

Jauchs Engagement für den Erhalt kultureller Stätten ist gut dokumentiert. Er unterstützte bereits die Restaurierung des Marmorpalais am Heiligen See in Potsdam. Sein jüngster Kauf deutet auf eine persönliche Verbundenheit mit Loriots Schaffen hin, auch wenn das Haus selbst in dessen gefilmten Werken kaum eine Rolle spielte.

Der Verkauf markiert ein neues Kapitel für das Anwesen am Starnberger See, das nun in den Händen einer Medienpersönlichkeit liegt, die sich für den Schutz von Kulturgütern einsetzt. Zwar war das Haus in Loriots Produktionen kaum präsent, doch seine Verbindung zum Komiker sichert ihm einen Platz im kulturellen Gedächtnis Deutschlands. Jauchs Pläne für das Anwesen bleiben vorerst ungeklärt.

Quelle