Gewaltwelle in Lüneburg: Jugendrandale und häusliche Übergriffe erschüttern die Stadt
Margret auch SchlauchinGewaltwelle in Lüneburg: Jugendrandale und häusliche Übergriffe erschüttern die Stadt
Zwei gewalttätige Vorfälle erschüttern Lüneburg im Februar 2026
In den ersten Februar-Tagen des Jahres 2026 hat es in Lüneburg zwei unabhängige Gewalttaten gegeben, die die Stadt in Aufruhr versetzen. Zwei 15-Jährige richteten erhebliche Sachschäden an, während die Polizei zudem zwei Fälle häuslicher Gewalt bearbeitete. Die Ermittlungen zu beiden Vorfällen laufen weiterhin.
Am 2. Februar zerstörten zwei betrunkene 15-Jährige in einer mutwilligen Randale Teile der Stadt. Sie drangen in eine Sporthalle ein, zündeten dort Papier an und verwüsteten eine nahegelegene Bankfiliale sowie mehrere Wohnhäuser. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf Zehntausende Euro. Einer der Jugendlichen wurde später mit einem Blutalkoholwert von über 0,2 Promille auf einem E-Scooter angetroffen, was zu weiteren Anklagepunkten führte.
Die Polizei konnte die beiden Minderjährigen schnell identifizieren; die Ermittlungen dauern an.
In zwei nicht zusammenhängenden Fällen wurden zudem zwei Männer nach Vorwürfen häuslicher Gewalt aus ihren Wohnungen entfernt. Ein 36-Jähriger wurde für zehn Tage aus der gemeinsamen Wohnung ausgewiesen, nachdem er seine Frau in Gegenwart des gemeinsamen Kindes geschlagen hatte. Ein 33-Jähriger aus Amt Neuhaus wurde festgenommen und erhielt eine 14-tägige Wegweisung, weil er seine Ex-Partnerin mit Todesdrohungen und verbalen Angriffen bedrängte.
Die Behörden wiesen darauf hin, dass häusliche Gewalt bei der örtlichen Polizei angezeigt werden kann. Betroffenen stehen zudem Unterstützungsangebote zur Verfügung.
Den beiden Jugendlichen drohen nun Strafverfahren wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung und Trunkenheit im Verkehr. Die Täter in den Fällen häuslicher Gewalt wurden vorläufig durch gerichtliche Anordnungen aus ihren Wohnungen verwiesen. Die Polizei ermittelt weiter in allen Fällen und ruft gleichzeitig alle von Gewalt Betroffenen auf, sich zu melden und Hilfe in Anspruch zu nehmen.