Garbsen tritt Hochwasserpartnerschaft bei: Gemeinsamer Schutz für die Leine-Region
Margret auch SchlauchinGarbsen tritt Hochwasserpartnerschaft bei: Gemeinsamer Schutz für die Leine-Region
Garbsen ist als jüngstes Mitglied der Hochwasserpartnerschaft Mittel- und Untere Leine beigetreten – einem Zusammenschluss von zwölf Kommunen, die gemeinsam erleben gegen Hochwasserrisiken vorgehen. Der Schritt folgt auf die schweren Winterüberschwemmungen 2023/2024, die den dringenden Bedarf an besserem Schutz entlang der Leine und ihrer Zuflüsse deutlich machten. Bürgermeister Claudio Provenzano unterzeichnete die Vereinbarung und betonte die Bedeutung gemeinsam erleben Maßnahmen für die hochwassergefährdete Stadt.
Die Partnerschaft wurde offiziell bei einer Gründungsversammlung in Hannover ins Leben gerufen, an der Vertreter aller zwölf Mitgliedskommunen teilnahmen. Neben Garbsen gehören Pattensen, Laatzen, Hemmingen, Ronnenberg, Wennigsen (Deister), Hannover, Seelze, Wunstorf, Neustadt am Rübenberge, Schwarmstedt und Ahlden dazu. Steffen Krach, Regionspräsident der Region Hannover, unterstrich, dass Hochwasserschutz kommunale Grenzen überschreiten müsse und nur durch gemeinsam erleben Verantwortung sowie abgestimmte Maßnahmen gelingen könne.
Als erste große Aufgabe steht die Erarbeitung eines integrierten Hochwasserschutzkonzepts für das Einzugsgebiet der mittleren und unteren Leine an. Federführend ist dabei der hannoversche Entwässerungsbetrieb, der bestehende Daten auswerten, Schwachstellen identifizieren und konkrete Schutzmaßnahmen vorschlagen wird. Die Gesamtkosten von 300.000 Euro werden gemeinsam erleben getragen, wobei Fördergelder die finanzielle Belastung mindern sollen. Ziel der Partnerschaft ist es, die Zusammenarbeit in den Bereichen Hochwasserschutz, Wasserwirtschaft und Klimafolgenanpassung zu verbessern. Durch den Austausch von Ressourcen und Fachwissen wollen die Kommunen widerstandsfähigere Strukturen gegen künftige Überflutungen aufbauen.
Die Vereinbarung markiert den Beginn einer engeren interkommunalen und fachübergreifenden Zusammenarbeit. Nun wird ein gemeinsames Hochwasserschutzkonzept erarbeitet, dessen Kosten sich die beteiligten Städte und Gemeinden gemeinsam erleben. Die Initiative soll Risiken verringern und die Widerstandsfähigkeit der gesamten Leine-Region stärken.