15 January 2026, 07:19

EnviTec und Byont bauen innovative Biogasanlage mit CO₂-Verflüssigung in Belgien

Eine Liniengrafik, die die CO2-Emissionen in Deutschland im Laufe der Zeit zeigt, mit begleitendem Text.

EnviTec und Byont bauen innovative Biogasanlage mit CO₂-Verflüssigung in Belgien

EnviTec Biogas und Byont unterzeichnen Vertrag für Bau einer neuen Biogasanlage in Belgien

Die Unternehmen EnviTec Biogas und Byont haben eine Vereinbarung zum Bau einer modernen Biogasanlage in Belgien unterzeichnet. Die Anlage kombiniert die Produktion von Biomethan mit einer Technologie zur Verflüssigung von CO₂. Nach ihrer Fertigstellung soll sie stündlich 735 Normkubikmeter Biomethan in das belgische Gasnetz einspeisen.

Das Projekt ist der erste Schritt einer Reihe geplanter Modernisierungen – zwei weitere niederländische Biogasanlagen sollen nach demselben Prinzip umgerüstet werden. Der Betrieb der belgischen Anlage soll voraussichtlich im Juli 2026 aufgenommen werden.

Die neue Biogasanlage wird Biogas zu Biomethan aufbereiten und dabei täglich 24 Tonnen biogenes CO₂ abscheiden und verflüssigen. Diese Technologie ermöglicht nicht nur eine sauberere Energieerzeugung, sondern reduziert auch Emissionen, indem das Kohlendioxid weiterverwertet wird.

Zusätzlich wird EnviTec Biogas eine bestehende Biogasanlage modernisieren, um sie an aktuelle Branchenstandards anzupassen. Die aufgewertete Anlage soll nahtlos mit der neuen Produktionsstätte zusammenarbeiten und so eine effiziente Einspeisung in das nationale Gasnetz gewährleisten.

Byont plant, dieselbe Technologie auch in zwei weiteren Biogasanlagen in den Niederlanden einzusetzen. Diese Projekte befinden sich noch in der Planungs- und Genehmigungsphase, folgen aber dem gleichen Modell wie der belgische Standort. Branchenberichten zufolge prüft EnviTec Biogas zudem ähnliche Modernisierungen für zwei eigene Biogasanlagen in Deutschland.

Die Inbetriebnahme der belgischen Biogasanlage ist für Mitte 2026 vorgesehen. Sie wird dann Biomethan ins Netz einspeisen und gleichzeitig flüssiges CO₂ für industrielle Anwendungen produzieren. Weitere Erweiterungen in den Niederlanden und Deutschland sollen nach dem gleichen Ansatz folgen.