Ein letzter Besuch beim Fußballverein: Wie ein Rettungswagen Träume wahr macht
Margret auch SchlauchinEin letzter Besuch beim Fußballverein: Wie ein Rettungswagen Träume wahr macht
Ein besonderer Rettungsdienst hilft schwer kranken Patienten, sich einen letzten Wunsch zu erfüllen, indem er sie an einen Ort bringt, der ihnen am Herzen liegt. Der Malteser Hilfsdienst in Niedersachsen führt im Rahmen des Projekts Herzenswunsch-Krankenwagen emotionale Fahrten für Menschen durch, denen nur noch wenig Zeit bleibt. Kürzlich nutzte der ehemalige Fußballspieler Andreas Hintze den Dienst, um seinem alten Verein noch einmal einen Besuch abzustatten.
Andreas Hintze, langjähriges Mitglied des SV Gifhorn 1912 e.V., kämpft seit über einem Jahr mit schweren gesundheitlichen Problemen. Nach mehreren Schlaganfällen und epileptischen Anfällen lebt er mit einer teilweisen Lähmung und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Trotz seiner Erkrankung blieb seine Leidenschaft für den Fußball und seinen früheren Verein ungebrochen.
Der Wunsch-Rettungswagen der Malteser ermöglichte es Hintze, ein Heimspiel gegen den VfR Wilsche-Neubokel zu besuchen. Das Fahrzeug, betreut von geschulten Ehrenamtlichen, sorgt dafür, dass Patienten sicher und bequem an ihr Wunschziel gelangen. Bei seiner Ankunft wurde Hintze von Vereinsmitgliedern herzlich empfangen, die ihn als Teil ihrer 'großen Familie' umarmten. Der Herzenswunsch-Krankenwagen ist an sieben Standorten in Niedersachsen im Einsatz, darunter Buxtehude, Hannover und Göttingen. Über 100 Freiwillige unterstützen das Projekt und widmen ihre Zeit dafür, diesen besonderen Menschen letzte, bedeutungsvolle Ausflüge zu ermöglichen.
Hintzes Besuch bei seinem Verein unterstreicht die Wirkung der Malteser-Initiative. Der Dienst spendet Patienten Trost, indem er ihnen eine letzte Reise an einen Ort ermöglicht, der ihnen viel bedeutet. Mit Stationen in der gesamten Region setzt das Projekt auf das Engagement der Ehrenamtlichen, um diese besonderen Wünsche weiter zu erfüllen.