Drogenfahrer ohne Führerschein flieht vor Zollkontrolle und gefährdet Leben
Maximilian SchönlandDrogenfahrer ohne Führerschein flieht vor Zollkontrolle und gefährdet Leben
Ein 20-jähriger Mann muss sich wegen Strafvorwürfen verantworten, nachdem er am 30. Januar in Lemwerder vor einer Verkehrskontrolle geflohen ist. Der Fahrer ohne Führerschein stand unter Drogeneinfluss und gefährdete während seiner Flucht einen Fußgänger sowie einen Zollbeamten. Sowohl er als auch sein 17-jähriger Beifahrer fielen anschließend bei Schnelltests auf Kokain positiv auf.
Der Vorfall begann, als der Fahrer versuchte, eine routinemäßige Kontrolle in Lemwerder zu umgehen. Statt anzuhalten, beschleunigte er in Richtung eines Zollbeamten, der sich dem Fahrzeug in den Weg gestellt hatte. Der Beamte musste sich schnell in Sicherheit bringen, um nicht erfasst zu werden.
Als der Wagen davonraste, verfehlte er nur knapp einen in der Nähe gehenden Fußgänger. Die Person musste zur Seite springen und stürzte dabei zu Boden. Später bestätigten die Behörden, dass der Fahrer über keinen gültigen Führerschein verfügte.
Die Tests wiesen bei beiden Insassen – dem Fahrer und seinem minderjährigen Beifahrer – Kokain nach. Während der Verfolgung wurden keine Schusswaffen eingesetzt. Ähnliche Fälle, in denen berauschte Fahrer vor Zollbeamten flüchteten, gab es in den vergangenen zwei Jahren in Niedersachsen und Bremen nicht.
Mittlerweile wurden gegen den 20-Jährigen strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Der Fall zeigt die Gefahren auf, die von fahrerlaubnislosen und unter Drogeneinfluss stehenden Autofahrern bei Verkehrskontrollen ausgehen. Die Behörden ermitteln weiterhin zu den genauen Umständen des Vorfalls.