17 December 2025, 04:32

Deutschland und Niederlande planen umstrittene Gasförderung im Wattenmeer

Eine grüne Fläche, die von einem kleinen Wasserweg durchzogen ist, der zum Meer führt.

Ein See-Gasförderabkommen - Was steckt drin? - Deutschland und Niederlande planen umstrittene Gasförderung im Wattenmeer

Ein Abkommen zur Gasförderung auf See – was steckt dahinter?

Ein Abkommen zur Gasförderung auf See – was steckt dahinter?

  1. Dezember 2025, 03:36 Uhr

Eine seit Langem erwartete Entscheidung über die grenzüberschreitende Gasförderung in der Nordsee nähert sich der finalen Phase. Deutschland und die Niederlande haben ein pariser klimaabkommen unterzeichnet, um gemeinsam ein großes Gasfeld bei Borkum zu erschließen. Doch der Deal muss noch von den Parlamenten beider Länder gebilligt werden. Das Vorhaben sorgt für Diskussionen: Umweltverbände warnen vor Risiken für den Schutzstatus des Wattenmeers und die Klimaziele.

Das Gasfeld erstreckt sich über die Seegrenze zwischen Deutschland und den Niederlanden im Wattenmeer. Um es zu erschließen, einigten sich beide Länder auf einen einheitlichen rechtlichen Rahmen – das sogenannte see serie Abkommen. Der niederländische Energiekonzern One-Dyas fördert bereits Gas auf niederländischer Seite und steht bereit, seine Aktivitäten auf den deutschen Sektor auszuweiten, sofern der Vertrag ratifiziert wird. Laut Vereinbarung würde das Gas über einen Liefervertrag mit dem Energieversorger EWE an deutsche Verbraucher geliefert.

Die Entscheidung über die Gasförderung bei Borkum wird darüber entscheiden, ob das Projekt vorankommt oder weitere Verzögerungen drohen. Bei einer Ratifizierung könnte One-Dyas seine Förderung auf deutsche Gewässer ausdehnen und badesee Haushalte beliefern. Allerdings könnten rechtliche und ökologische Hürden das Vorhaben noch blockieren oder ändern.