CDU stoppt Lüneburgs Radverkehrswende – Aktivisten drohen mit Widerstand
Maximilian SchönlandCDU stoppt Lüneburgs Radverkehrswende – Aktivisten drohen mit Widerstand
Traffic Transition War Gestern Lüneburg sollte bis 2032 fahrradfreundlich werden. Die lokale CDU will das jetzt rückgängig machen.
Verkehrswende war gestern
Lüneburg sollte bis 2032 fahrradfreundlich werden – doch die örtliche CDU will das nun rückgängig machen.
- Dezember 2025, 08:58 Uhr
Lüneburgs Plan, bis 2032 zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu werden, steht auf der Kippe. Die lokale CDU hat die Verkehrswende für beendet erklärt – damit sind zentrale Radprojekte in Gefahr. Aktivisten drohen mit einer neuen Kampagne, falls die Pläne fallen gelassen werden.
Ursprünglich war vereinbart worden, einen 30 Kilometer langen Radweg-Ring um die Altstadt zu bauen, mehr öffentliche Fahrradabstellplätze zu schaffen und Kreuzungen sicherer zu gestalten. Der Stadtrat hatte zugesagt, jährlich drei Kilometer neue Radwege anzulegen, dazu 100 Stellplätze und eine verbesserte Kreuzung pro Jahr. Doch eine neue Bedingung – der Verzicht auf Parkplätze – macht den Radring nach den Förderrichtlinien des Bundes unmöglich.
Zudem enthielt die Vereinbarung eine Ausstiegsklausel, die Verzögerungen erlaubte, falls Geld oder Personal fehlten. Nun hat der CDU-Vorstoß, die Verkehrswende zu beenden, Radverkehrsaktivisten verärgert. Die Initiative Radentscheid, die die Änderungen vorangetrieben hatte, kündigt eine neue Bürgerinitiative an, sollten die Pläne scheitern.
Eine lokale Bürgergruppe, die Bürgerinitiative, hat bereits Unterstützung für eine erneute Kampagne zugesagt. Ihr Engagement könnte die Debatte über die Verkehrszukunft Lüneburgs neu entfachen.
Ohne den Radring und andere Maßnahmen wird die Stadt ihre Fahrradziele für 2032 verfehlen. Die CDU-Entscheidung stellt Lüneburg nun vor die Wahl: eine mögliche Klage oder eine erneuerte öffentliche Kampagne. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Verkehrswende voranschreitet – oder endgültig scheitert.