Brauerei stoppt Produktion in Brunswick
Die Brauerei Oettinger hat bekannt gegeben, dass sie die Produktion an ihrem Standort in Braunschweig einstellen wird. Die Entscheidung fällt nach Jahren rückläufiger Bierverkäufe und steigender Kosten in der gesamten Branche. Rund 120 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen, wobei die meisten Arbeitsplätze an andere Standorte verlegt werden sollen.
Das Unternehmen bestätigte, dass die Herstellung künftig in den bestehenden Werken in Oettingen und Mönchengladbach konzentriert wird. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung, die bereits im vergangenen Jahr begann und bis 2025 andauern wird.
Bereits im Sommer hatten Berichte nahegelegt, dass Feldschlösschen – eine Marke, die Oettinger 2009 übernommen hatte – spätestens bis zum Frühjahr 2026 vollständig aus der Produktion genommen wird. Nun steht auch der Standort Braunschweig vor einem ähnlichen Schicksal, getrieben von jahrzehntelang sinkendem Bierkonsum in Deutschland. Explodierende Energiepreise, höhere Produktionskosten und Lohnkosten haben die finanzielle Belastung zusätzlich verschärft. Lediglich etwa zehn Beschäftigte in den Bereichen Logistik und Materialwirtschaft werden dauerhaft in Braunschweig bleiben. Für die übrigen Mitarbeiter plant Oettinger im Rahmen eines Sozialplans die Gründung einer Transfergesellschaft. Dieses vorübergehende Beschäftigungsmodell soll betroffenen Angestellten helfen, neue Positionen zu finden, wobei die endgültige Zustimmung noch vom Betriebsrat abhängt.
Die Stilllegung markiert einen tiefgreifenden Wandel für den Braunschweiger Standort, an dem jahrzehntelang produziert wurde. Die meisten Mitarbeiter werden entweder umziehen oder in das Übergangsprogramm wechseln, während sich das Unternehmen auf die Konsolidierung seiner Aktivitäten konzentriert. Die Umstrukturierung spiegelt die übergeordneten Herausforderungen des deutschen Biermarktes wider, wo Nachfrage und Kostendruck weiterhin ungebremst anhalten.