11 December 2025, 22:45

Bispingens Bürgermeister fordert Stopp der ICE-Trasse – und schreibt an Julia Klöckner

Zwei Züge auf parallelen Gleisen mit einem Zaun im Vordergrund, ein Auto auf der Straße rechts, eine Signalleuchte auf einem Pfahl, Gebäude im Hintergrund und Himmel oben.

Bispingens Bürgermeister fordert Stopp der ICE-Trasse – und schreibt an Julia Klöckner

Jetzt ist Julia Klöckner an der Reihe

ICE-Trasse: Bispingens Ortsvertreter kritisiert mangelnde Bürgerbeteiligung und schreibt an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner

  1. Dezember 2025, 18:36 Uhr

Die Pläne für die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke Hamburg–Hannover sorgen bei lokalen Verantwortungsträgern für Aufruhr. Stephan Müller, Ortsbürgermeister von Bispingen, wirft den Planern vor, gesetzliche Vorgaben zu missachten und die Öffentlichkeit auszuschließen. Unterdessen zeigt sich Oliver Schulze, Landrat des Heidekreises, optimistisch, in den parlamentarischen Beratungen noch regionale Vorteile für die Region herauszuhandeln.

Stephan Müller bezieht klar Stellung gegen das Planungsverfahren für das ICE-Projekt. In einem offenen Brief an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner forderte er einen Stopp des Verfahrens – mit der Begründung, dass die vorgeschriebene Bürgerbeteiligung ausgeblieben sei. Zudem monierte er das Fehlen einer räumlichen Verträglichkeitsprüfung, ein üblicher erster Schritt bei großen Infrastrukturvorhaben. Müller betonte, weder die Gemeinde noch er selbst hätten trotz der rechtlichen Verpflichtungen nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz eine offizielle Anfrage zur Stellungnahme erhalten.

Im Mittelpunkt des Streits stehen die Einhaltung rechtlicher Vorgaben, die Bürgerbeteiligung und der Zeitplan des Projekts. Müllers Forderung nach einer Unterbrechung des Verfahrens steht im Widerspruch zu der Aussage von Diehl, wonach die Planung bereits weitestgehend abgeschlossen sei. Schulze hingegen will die parlamentarischen Verhandlungen nutzen, um lokale Vorteile zu sichern. Die weitere Entwicklung hängt davon ab, ob die Bedenken hinsichtlich Verfahren und Finanzierung vor einer endgültigen Entscheidung ausgeräumt werden können.