Berling fordert niedrigere kommunale Steuersätze
Berling fordert Senkung des Gemeindehebesatzes
Aktuelle Zahlen des Landesamts für Statistik Niedersachsen zeigen höhere Zuweisungen aus dem kommunalen Finanzausgleich für 2026 – besonders begünstigt ist der Landkreis Grafschaft Bentheim.
Nordhorns Bürgermeister hat versprochen, Steuererhöhungen für die Bürgerinnen und Bürger zu begrenzen, nachdem neue Fördermittel bekannt gegeben wurden. Das Landesamt für Statistik Niedersachsen veröffentlichte gestern die Schlüsselzuweisungen für 2026, die dem Landkreis Grafschaft Bentheim zusätzliche Einnahmen bescheren. Bürgermeister Thomas Berling fordert nun, den Kreisumlage-Hebesatz so weit wie möglich zu senken, um die Haushalte zu entlasten.
Der Landkreis erhält über 12 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln. Davon entfallen 8 Millionen Euro auf höhere Schlüsselzuweisungen für kreisliche Aufgaben und mehr als 4 Millionen Euro auf gestiegene Einnahmen aus der Kreisumlage.
Berling hat den Landrat und den Kreistag aufgefordert, den aktuellen Hebesatz zu überprüfen. Mit den zusätzlichen Geldern sei eine spürbare Senkung nun realisierbar, argumentiert er. Ziel sei es, größere Steuererhöhungen für die Nordhorner Bürger zu vermeiden. Unklar bleibt jedoch, wie hoch der bisherige Kreissteuersatz genau ist. In einigen Unterlagen sind Änderungen bei den Hebesätzen für gewerbliche Grundstücke vermerkt, wobei eine Anpassung für Dezember 2025 vorgesehen ist. Konkrete Zahlen oder Zeitpläne stehen aber noch aus.
Die zusätzlichen 12 Millionen Euro verschaffen dem Landkreis mehr finanziellen Spielraum. Berlings Initiative für einen niedrigeren Hebesatz könnte dazu beitragen, die lokale Steuerlast stabil zu halten. Die endgültige Entscheidung liegt in den kommenden Monaten beim Kreistag.