Bayerns Frauen überholen Wolfsburg – Chaos, Rote Karte und ein bitterer Sieg in der Bundesliga
Janos PieperBayerns Frauen überholen Wolfsburg – Chaos, Rote Karte und ein bitterer Sieg in der Bundesliga
FC Bayern München hat VfL Wolfsburg überholt und führt nun die Frauen-Bundesliga an. Doch das Spiel war chaotisch, mit zahlreichen Fehlern und Kontrollverlusten auf beiden Seiten. Trotz hitziger Szenen tauschten die Spielerinnen nach dem Schlusspfiff Komplimente aus und umarmten sich.
Die Partie fand während der Länderspielpause statt und wurde daher nicht live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen. Bayerns Klara Bühl bezeichnete das Spiel als "ziemlich wild" – mit hoher Fehlerquote und unkonzentrierten Leistungen auf beiden Seiten. Die Stimmung kippte kurz vor Schluss, als Wolfsburgs Joelle Wedemeyer nach einer Rangelei mit Bayerns Lea Schüller die Rote Karte sah.
Beide Vereine sind aktuell in der UEFA Women’s Champions League 2025/26 vertreten. Wolfsburg zog nach starken Auftritten – darunter ein 4:0 gegen Paris Saint-Germain und ein 2:1 gegen Vålerenga – in die K.-o.-Play-offs ein. Bayern erreichte dagegen mit überzeugenden Leistungen wie einem 3:1 gegen PSG und einem 3:0 gegen Vålerenga das Viertelfinale.
Nach dem Spiel zeigte sich Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch optimistisch hinsichtlich der internationalen Wettbewerbsfähigkeit seines Teams. Die Bayern-Spielerinnen forderten hingegen mehr Anerkennung und häufigere TV-Übertragungen ihrer Spiele. Die Rivalität zwischen den beiden Top-Teams wird die Saison über weitergehen – noch ohne Videobeweis (VAR), der im deutschen Frauenfußball bisher nicht eingesetzt wird.
Bayern führt nun die Tabelle an, doch das Spiel offenbarten weiterhin bestehende Probleme mit Disziplin und Konstanz. Die fehlende VAR-Unterstützung und die begrenzte Fernsehpräsenz bleiben umstrittene Themen in der Liga. Beide Mannschaften konzentrieren sich nun auf ihre Champions-League-Kampagnen, während sie gleichzeitig um die Vorherrschaft in der heimischen Liga kämpfen.