Ausgemusterter Bundeswehr-Airbus wird zum Restaurant in der Südheide
Margret auch SchlauchinAirbus-Transport im Zoo startet Ende Oktober - Ausgemusterter Bundeswehr-Airbus wird zum Restaurant in der Südheide
Ein alter Airbus der Bundeswehr wird bald eine ungewöhnliche Reise antreten: vom Flughafen Hannover zum Serengeti-Park in der Südheide. Das einst Kurt Schumacher getaufte Flugzeug soll zu einem Restaurant mit Platz für rund 200 Gäste umgebaut werden. Der außergewöhnliche Transport ist für Ende Oktober geplant – mit sorgfältiger Vorbereitung, um die umliegende Natur zu schonen.
Die Verlegung erfolgt an drei Nächten: am 26., 27. und 30. Oktober. Jede Etappe muss zwischen 22:00 und 06:00 Uhr stattfinden, um den regulären Verkehr nicht zu beeinträchtigen. Der Airbus A310 wird dabei etwa 1,8 Kilometer durch ein geschütztes Gebiet bewegt – eine logistische Herausforderung, die besondere Anpassungen erfordert.
Um die Strecke freizumachen, wird der Rumpf von 6,80 Meter auf 5,90 Meter abgesenkt. Baumäste entlang der Route werden zudem mit einer sogenannten "Reverse-Rigging"-Methode gesichert: Sie werden hochgebunden, um Kollisionen zu vermeiden. Am Zielort angekommen, entsteht daraus ein Restaurant mit 150 Plätzen im Inneren und weiteren 50 Sitzplätzen auf den Tragflächen. Die Eröffnung ist für den Spätsommer 2026 vorgesehen.
Das Projekt steht für eine kreative Wiederverwertung militärischer Luftfahrtgeschichte. Nach der Ankunft wird der Airbus umgebaut, bevor er 2026 Gäste empfangen soll. Der Transport selbst wurde zeitlich und technisch so konzipiert, dass die Belastung für die Umgebung möglichst gering bleibt.