10 January 2026, 00:49

25-Megawatt-Solarpark bei Hannover kämpft mit Speicherproblemen und negativen Strompreisen

Eine Stadtansicht mit zahlreichen Gebäuden, Bäumen, einem Berg im Hintergrund, einem klaren Himmel, einem Strommast mit Drähten und Vegetation im Vordergrund.

25-Megawatt-Solarpark bei Hannover kämpft mit Speicherproblemen und negativen Strompreisen

Nahe Hannover entsteht ein neues 25-Megawatt-Solarprojekt, das Strom direkt an Industriekunden liefern soll. Die Anlage wird über ein ein Kilometer langes Kabel mit Energie versorgt, verfügt jedoch derzeit über keinen Batteriespeicher – ein geplantes Upgrade, das aufgrund von Marktproblemen noch aussteht. Ohne Speichermöglichkeit führt überschüssige Energie häufig zu Abschaltungen oder negativen Strompreisen, was die Rentabilität mindert.

Das aktuelle Vorhaben folgt auf eine erfolgreiche 4,6-Megawatt-Solaranlage, die der Ingenieur Stellfeldt für eine Energiegenossenschaft errichtete. Dort kamen Wechselrichter des Herstellers Chint Power mit einer Leistung von 350 Kilowatt zum Einsatz, die über mehrere Maximum-Power-Point-Tracker (MPPT) verfügen. Diese Technologie vereinfachte die Verkabelung, reduzierte Störungsanfälligkeit und verbesserte die Wartungseffizienz.

Durch die geringere Anzahl an Bauteilen stieg die Zuverlässigkeit der Anlage, während sich gleichzeitig die Energieausbeute erhöhte. Die hohen Ausgangsspannungen der Wechselrichter verringerten zudem den Kabel- und Erdungsaufwand, was die Installation beschleunigte und die Umweltbelastung senkte. Chint Power bietet umfassende Projektunterstützung – von der Planung bis zur laufenden Fehlerbehebung über eine dedizierte WhatsApp-Gruppe und Vor-Ort-Experten. In der nächsten Phase ist ein zweistufiges, strangbasiertes Speichersystem mit netzbildenden Fähigkeiten geplant, um die Energieversorgung zu stabilisieren.

Deutsche Banken verweigern zunehmend die Finanzierung von Erneuerbare-Energien-Projekten ohne Speicherlösungen, da negative Marktpreise ohne diese häufig auftreten. Batteriespeicher würden es dem Projekt ermöglichen, Überschussstrom am Abend für über zehn Cent pro Kilowattstunde zu verkaufen – statt Verluste hinnehmen zu müssen.

Das Vorhaben zeigt sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen beim Ausbau der Solarenergie in Deutschland. Nachrüstungen von Speichersystemen werden zunehmend zur Voraussetzung für Finanzierungen und Wirtschaftlichkeit. Mit den integrierten Lösungen von Chint Power sollen künftige Anlagen diese Hürden durch intelligentere Netzanbindung überwinden.