11.400 Euro für Betroffene: Hannover läuft gegen sexualisierte Gewalt
Elsa Junck11.400 Euro für Betroffene: Hannover läuft gegen sexualisierte Gewalt
Lauf gegen sexualisierte Gewalt in Hannover sammelt über 11.000 Euro für Betroffene
Bei einem Benefizlauf in Hannover sind mehr als 11.000 Euro für die Unterstützung von Überlebenden sexualisierter Gewalt zusammengekommen. Der Orange Day Run 2025, organisiert vom Polizeidirektion Hannover und der Agentur eichels, zog am 25. November rund 2.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Die Spendengelder fließen an Frauennotruf Hannover e.V., eine Einrichtung, die Beratung und Präventionsangebote für Frauen und Mädchen ab 16 Jahren bereitstellt.
Die symbolische Übergabe des Spendenbetrags übernahm Gwendolin von der Osten, Polizepräsidentin der Polizeidirektion Hannover. Die Veranstaltung unterstreicht die wachsenden Bemühungen, das Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen zu schärfen und die Finanzierung von Hilfsorganisationen zu stärken.
Frauennotruf Hannover e.V. bietet Betroffenen Beratung, Präventionsprogramme und Begleitung an. Jährlich führt die Organisation nahezu 3.000 Beratungsgespräche durch. Finanziert wird die Arbeit durch öffentliche Mittel der Stadt, der Region und des Landes sowie durch private Spenden.
Seit 2025 haben sich ähnliche Laufveranstaltungen in anderen deutschen Städten etabliert. So findet in Hanau am 18. September 2026 ein Stadtlauf gegen Gewalt an Frauen statt. Auch der Spessarthelden-Lauf in Bad Soden-Salmünster und der Hamburger Benefizlauf "Laufend gegen Gewalt" (28. August 2026) setzen sich mit dem Thema auseinander. Rathenow veranstaltet zudem weitere Aktionen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Die 11.400 Euro kommen den Projekten von Frauennotruf Hannover für Betroffene zugute. Wer die Arbeit unterstützen möchte, findet weitere Informationen unter frauennotruf-hannover.de/spenden/. Die zunehmende Zahl solcher Solidaritätsläufe zeigt ein wachsendes gesellschaftliches Engagement gegen Gewalt an Frauen in ganz Deutschland.