26 April 2026, 16:20

Zwei Schülerinnen kämpfen für den Erhalt des Flexo-Rufbusses in Salzgitter

Ein roter Bus fährt auf einer Straße neben einem Gebäude mit einer Person darin, einer Wand auf der linken Seite und Bäumen, Laternen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Zwei Schülerinnen kämpfen für den Erhalt des Flexo-Rufbusses in Salzgitter

Zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede kämpfen um den Erhalt des Flexo-Rufbusdienstes. Ece Hickorkmaz und Esila Isbir haben eine Kampagne gestartet, um darauf aufmerksam zu machen, dass ohne die Linie viele Anwohner:innen den dringend benötigten Zugang zu Arbeit, Bildung und sozialen Aktivitäten verlieren würden.

Der Service, der Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und umliegende Gebiete bedient, soll im Dezember 2026 eingestellt werden – es sei denn, die lokalen Verantwortlichen greifen ein. Ursprünglich wurde Flexo vom Regionalverband Braunschweig mitfinanziert, der bis Ende 2026 die Hälfte der Kosten trug. Danach fällt die Zuständigkeit an die einzelnen Kommunen, die den Nahverkehr dann selbst organisieren müssen.

Benachbarte Landkreise haben den Rufbus bereits langfristig gesichert: Gifhorn verlängerte Flexo bis 2033, Baddeckenstedt hat einen Vertrag bis 2031. Doch in Salzgitter bleibt die Zukunft ungewiss.

Hickorkmaz und Isbir haben nun selbst die Initiative ergriffen, um eine Lösung voranzutreiben. Sie verteilten Flyer, wandten sich an den Betriebsrat der Kraftverkehrsgesellschaft (KVG) und kontaktierten lokale Politiker:innen, darunter Christian Striese, den Bürgermeister des Stadtteils Nordost. Eine Online-Petition unter change.org/p/flexo-in-salzgitter-erhalten-brauchen-2700-unterschriften hat seit Sonntag bereits 460 Unterschriften gesammelt.

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Die endgültige Entscheidung liegt bei den politischen Verantwortlichen in Salzgitter, die noch in diesem Jahr über die notwendigen Haushaltsmittel beschließen müssen, um Flexo über 2026 hinaus zu erhalten. Kommt es zu keiner Einigung, wird der Service Ende nächsten Jahres eingestellt. Die Bewohner:innen hätten dann weniger Verkehrsoptionen – mit gravierenden Folgen für den täglichen Weg zur Arbeit, zur Schule oder zu Freizeitaktivitäten. Mit ihrer Kampagne wollen die Schülerinnen die Politik unter Druck setzen, die Zukunft von Flexo zu sichern, bevor es zu spät ist.

Quelle