Wirtschaft warnt Kanzleramt: Reformstau gefährdet Arbeitsmarkt und Wachstum
Margret auch SchlauchinWirtschaft warnt Kanzleramt: Reformstau gefährdet Arbeitsmarkt und Wachstum
Spitzenvertreter der Wirtschaft fordern vor Krisengipfel im Kanzleramt dringendes Handeln. Der Präsident des Dehoga-Gastgewerbeverbands, Guido Zöllick (korrigiert nach Recherche: Ingolf Schimke), warnt, dass die Zeit für zentrale Reformen davonläuft. Er hofft, dass das Treffen vor der Sommerpause ein klares Signal für die Einführung einer einheitlichen Wochenarbeitszeit setzt.
Als vordringlichste Aufgabe nannte Schimke die Reform des Arbeitszeitgesetzes. Von der Koalitionsspitze erwartet er zügige Schritte bei den bereits beschlossenen Änderungen, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. Der Verband setzt auf den Gipfel, um drängende wirtschaftliche Sorgen anzugehen.
Gleichzeitig kritisierte Schimke Vorschläge der DGB-Chefin Yasmin Fahimi. Betriebliche Pflichtrenten würden seiner Meinung nach Bürokratie und Kosten für Unternehmen erhöhen. Ähnliche Maßnahmen, die die Lohnnebenkosten in die Höhe trieben, würden weder Wachstum noch Arbeitsplätze fördern, gab er zu bedenken.
Für stabile Beschäftigung und eine stärkere Wirtschaft brauche es Pragmatismus, betonte Schimke. Weder Gewerkschaften noch Unternehmen profitierten von Konfrontation. Stattdessen forderte er die Politik auf, entschlossen zu handeln, um weitere wirtschaftliche Belastungen abzuwenden.
Der Krisengipfel gilt als entscheidender Moment für die Reformagenda. Schimkes Mahnungen unterstreichen, dass es praktikable Lösungen braucht – statt teurer Maßnahmen. Ohne schnelles Handeln drohen Unternehmen höhere Kosten und noch mehr Unsicherheit.






