25 March 2026, 06:20

Wie Volkswagen seine globale Logistik revolutionierte und zum Megakonzern wurde

Stapel von Seecontainern mit Maschendrahtzaun im Vordergrund und einer Straße darunter, unter einem bewölkten Himmel.

Wie Volkswagen seine globale Logistik revolutionierte und zum Megakonzern wurde

Die Volkswagen Group hat ihre globalen Aktivitäten in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Was 1997 noch ein überschaubares Produktionsnetzwerk war, ist heute zu einem riesigen Fertigungssystem in mehr als 30 Ländern angewachsen. Die Expansion des Konzerns umfasst mittlerweile 120 Werke weltweit und ein Markenportfolio, das sich mehr als verdoppelt hat.

1997 fertigte die Gruppe rund 4,3 Millionen Fahrzeuge pro Jahr. Heute liegt diese Zahl bei über 10 Millionen – bei einer Verdopplung der Produktionsstandorte im gleichen Zeitraum. Auch die Absatzmärkte haben sich verschoben: Seit 2016 ist die Region Asien-Pazifik der größte Markt des Konzerns. Erstmals wurden mehr Fahrzeuge außerhalb Europas ausgeliefert als innerhalb der Region.

Die Dimensionen der Volkswagen-Logistik sind gewaltig. Täglich bewegt die Gruppe etwa 180 Millionen Bauteile und 40.000 fertige Fahrzeuge. Pro Jahr organisiert die Lieferkette Millionen Lkw-Transporte, 100.000 Komplettzugladungen, 250.000 TEU an Seefracht sowie den Transport von 2,3 Millionen Fahrzeugen auf Ro-Ro-Schiffen.

Um diese Komplexität zu bewältigen, schuf Volkswagen 2004 eine zentrale Logistikabteilung. Unter der Leitung von Thomas Zernechel wurde die Konzernlogistik ins Leben gerufen, um Prozesse zu standardisieren und Synergien im gesamten Konzern zu erschließen. Unter seiner Führung wuchs das Team von 23 auf heute fast 800 Mitarbeiter an.

Zu den wichtigsten Fortschritten zählen die Integration der Marken unter einheitliche Logistikstandards, die Einführung normierter Ladungsträger sowie Cross-Docking-Verfahren zur Reduzierung von Verpackungsmüll. Diese Maßnahmen halfen, die Logistikkosten stabil zu halten – gemessen am Anteil an den Gesamtfahrzeugkosten. Gleichzeitig verkürzten sich die Lieferzeiten vom Auftrag bis zur Auslieferung, trotz längerer Transportwege und gestiegener operativer Komplexität.

Aktuell führt der Konzern Discovery ein – ein cloudbasiertes Webmodul, das Transportbenachrichtigungen automatisieren und standardisieren soll. Das System zielt darauf ab, die Kommunikation im weitverzweigten Liefernetzwerk von Volkswagen zu vereinfachen.

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Die Neuausrichtung der Logistik hat das rasante Wachstum von Volkswagen ermöglicht, ohne dass die Kosten im gleichen Maße stiegen. Durch standardisierte Prozesse und digitale Lösungen wie Discovery optimiert der Konzern weiterhin die Effizienz seiner globalen Aktivitäten. Die Veränderungen sorgen dafür, dass Produktion und Absatz auch künftig wachsen können – bei einer gleichzeitig koordinierten und flexiblen Lieferkette.

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