15 May 2026, 16:23

Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben und Salzgitter für grüne Stahlproduktion ab 2029

Detailreiche Weltkartenposter, das die geplanten Öl- und Gas-Rohrleitungen zeigt, einschließlich der Routen durch Länder, wichtige Städte, Gewässer und erläuternden Text.

Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben und Salzgitter für grüne Stahlproduktion ab 2029

Neue Wasserstoff-Pipeline soll Wefensleben und Salzgitter verbinden – Meilenstein für grüne Stahlproduktion

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Im Rahmen eines großen Vorhabens für klimaneutrale Stahlherstellung entsteht eine neue Wasserstoff-Pipeline zwischen Wefensleben und Salzgitter. Das 68 Kilometer lange Projekt unter der Leitung der Ontras Gastransport GmbH wird das Stahlwerk von Salzgitter AG mit Wasserstoff versorgen. Die Planungen laufen bereits seit zwei Jahren, mit dem Baubeginn ist nun 2027 vorgesehen.

Ontras hat bereits mit der Beschaffung von Materialien begonnen, darunter Rohre des Mannesmann-Konzerns, einer Tochtergesellschaft von Salzgitter AG. Die Trasse mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern wird durch Helmstedt und Wolfenbüttel führen, bevor sie das Stahlwerk erreicht. Derzeit wird der genaue Verlauf finalisiert, zudem ist das formelle Genehmigungsverfahren eingeleitet worden.

Bevor der Bau starten kann, müssen jedoch Umweltauflagen geklärt werden. Von Ende Juni bis Anfang August werden Untersuchungen durchgeführt, um das Vorkommen des Europäischen Hamsters – einer geschützten Art – in Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter zu prüfen. Sollte der geschützte Nager in den betroffenen Gebieten nachgewiesen werden, könnte dies zu Verzögerungen oder Änderungen der geplanten Route führen.

Die Pipeline ist ein zentraler Baustein des SALCOS-Programms von Salzgitter AG, das die Stahlproduktion von Kohle auf Wasserstoff umstellen soll. Nach Fertigstellung soll der Abschnitt ab Dezember 2029 kommerzielle Wasserstofflieferungen aufnehmen.

Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zur klimafreundlichen Stahlherstellung in Deutschland. Bei rechtzeitiger Genehmigung und Umsetzung ermöglicht die Pipeline Salzgitter AG, durch den Umstieg auf Wasserstoff die Emissionen deutlich zu senken. Der Schutz bedrohter Tierarten könnte jedoch Anpassungen im Zeitplan oder bei der Trassenführung erfordern.

Quelle