Warnstreik bei Lorenz Snacks: Belegschaft protestiert gegen unzureichende Lohnangebote
Maximilian SchönlandWarnstreik bei Lorenz Snacks: Belegschaft protestiert gegen unzureichende Lohnangebote
Bei Lorenz Snacks GmbH & Co KG in Hankensbüttel haben die Beschäftigten einen Warnstreik begonnen. Die Aktion markiert den Auftakt einer neuen Welle von Arbeitsniederlegungen in der Branche. Die Mitarbeiter legten am Freitag die Arbeit nieder; der Ausstand soll bis 14 Uhr dauern.
An dem Streik beteiligt sich nahezu die gesamte Belegschaft des Werks. Er erfolgt während der laufenden Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) über die Löhne. Die NGG fordert eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über zwölf Monate.
Die Arbeitgeber haben hingegen ein Lohnmoratorium für die ersten sechs Monate vorgeschlagen. Daran sollen sich 2026 eine Erhöhung um 1,9 Prozent und 2027 um 1,5 Prozent anschließen. Die NGG bezeichnet das Angebot als völlig unzureichend. Der Bezirkssekretär Alexander Nimptsch verwies auf stark gestiegene Energie-, Sprit- und Lebensmittelpreise, die die Beschäftigten besonders belasten.
Tarifabschlüsse in der Branche werden in der Regel auf Landesebene ausgehandelt, wobei teilweise parallel Verhandlungen stattfinden. Die deutsche Süßwarenindustrie ist der viertgrößte Lebensmittelzweig des Landes und beschäftigt rund 60.000 Menschen.
Der Warnstreik bei Lorenz Snacks in Hankensbüttel deutet auf wachsende Unzufriedenheit in der Branche hin. Die Verhandlungen zwischen NGG und BDSI stecken in einer Sackgasse, während die Beschäftigten gegen die Auswirkungen der Inflation auf ihren Lebensstandard protestieren.






