Wärmepumpen boomen: 55 Prozent mehr Verkäufe dank neuer Förderregeln
Janos PieperFörderung bis 2029 - Wärmpumpenhersteller freut sich über neues Gesetz - Wärmepumpen boomen: 55 Prozent mehr Verkäufe dank neuer Förderregeln
Wärmepumpen sind zur beliebtesten Heiztechnologie in Deutschland geworden** – im Jahr 2025 stiegen die Verkäufe um 55 Prozent. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 299.000 Geräte abgesetzt, angetrieben durch die Nachfrage der Verbraucher und die anhaltenden Debatten über die Energiepolitik. Die Bundesregierung reformiert nun das Gebäudeenergiegesetz (GEG), um klarere Regeln für den Sektor zu schaffen.
Die Reform erfüllt ein zentrales Wahlkampfversprechen der Union und beendet Jahre der Unsicherheit seit Amtsantritt der aktuellen Regierung. Nach dem aktualisierten Gesetz – das nun den Namen Gebäudemodernisierungsgesetz trägt – bleiben die Fördergelder für Wärmepumpen mindestens bis 2029 bestehen. Neue Öl- oder Gasheizungen sind zwar weiterhin zulässig, allerdings nur, wenn sie ab 2029 auf Biobrennstoffe umgestellt werden – und sie erhalten dann keine staatlichen Zuschüsse mehr.
Verbraucher haben sich in einer Art "Endspurt um die bestehenden Fördermittel" noch schnell mit Wärmepumpen eingedeckt, bevor mögliche Änderungen bei der Finanzierung in Kraft treten. Stiebel Eltron, einer der führenden Hersteller, begrüßt die Reformen, warnt jedoch vor übermäßiger Bürokratie. Unternehmenschef Kai Schiefelbein forderte die Politik auf, die Antragsverfahren für Zuschüsse zu vereinfachen und eine grundlegende Umgestaltung des Prozesses zu vermeiden.
Schiefelbein betonte zudem die Notwendigkeit von Förderprogrammen, die europäische Hersteller stärken. Ohne solche Maßnahmen, so seine Warnung, könnten chinesische Konkurrenten den Markt dominieren – und Europas Führungsrolle in der Wärmepumpentechnologie gefährden.
Das überarbeitete Gesetz bringt die lange ersehnte Klarheit in die deutschen Heizungsvorschriften. Wärmepumpen führen den Markt zwar an, doch ihr weiteres Wachstum hängt von stabilen politischen Rahmenbedingungen und fairen Wettbewerbsbedingungen ab. Die Reformen sollen Verbraucherfreiheit mit Klimazielen in Einklang bringen – und gleichzeitig die heimische Industrie schützen.






