Wahlmanipulation in Düdingen: Dutzende Stimmzettel mit identischer Handschrift entdeckt
Elsa JunckWahlmanipulation in Düdingen: Dutzende Stimmzettel mit identischer Handschrift entdeckt
Behörden in Düdingen in der Schweiz haben mögliche Fälle von Wahlmanipulation durch Stimmensammlung bei den Gemeinderatswahlen 2021 aufgedeckt. Der Fall wurde nun an die Staatsanwaltschaft zur weiteren Untersuchung übergeben. Der Verdacht entstand, nachdem bei der Stimmenauszählung Dutzende Wahlzettel mit identischer Handschrift entdeckt worden waren.
Die Unregelmäßigkeiten kamen ans Licht, als die Wahlhelfer am 30. Oktober 2021 die Stimmen für die Wahl des Generalrats zählten. Das Wahlbüro bemerkte mehrere Dutzend Stimmzettel, die offenkundig von derselben Hand geschrieben worden waren, und informierte daraufhin die Bezirksverwaltung. Nach Schweizer Recht ist das unbefugte Sammeln und Einreichen fremder Wahlunterlagen – auch als Stimmenklau bekannt – gemäß Artikel 282bis des Strafgesetzbuchs strafbar.
Der Generalrat in Düdingen umfasst 36 Sitze. Bei der Wahl 2021 sicherte sich die CVP 14 Mandate, die FDP errang 9 Sitze, die SP gewann 7, die SVP erhielt 4 und die Grünen behielten 2 Sitze. Nun prüfen die Ermittler, ob die mutmaßlichen Manipulationen Einfluss auf das Endergebnis hatten.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg hat die Ermittlungen übernommen. Ihre Untersuchungen sollen klären, ob Verstöße vorliegen und ob Anklage erhoben werden muss.
Das Ergebnis der Ermittlungen könnte rechtliche Konsequenzen für die Beteiligten haben. Sollte sich der Verdacht des Stimmenklaus bestätigen, drohen Strafen nach Schweizer Recht. Zudem müssen die Behörden prüfen, ob das Wahlergebnis Bestand hat oder einer Überprüfung bedarf.






