18 April 2026, 06:21

Vom Stall zur Kunst: Wie die Weihnachtskrippe zur Tradition wurde

Krippe in einer Kirche mit einem roten Tuch auf einem zentralen Tisch, flankiert von zwei beleuchteten Weihnachtsbäumen und einer Kronleuchter über einem Geländer im Hintergrund.

Vom Stall zur Kunst: Wie die Weihnachtskrippe zur Tradition wurde

Weihnachtskrippe: Eine jahrhundertealte Tradition mit Wurzeln im frühen Christentum

Weihnachtskrippe gehören seit Jahrhunderten zu den festen Bestanteilen der Weihnachtsbräuche. Was einst als schlichte Darstellungen des Jesuskindes begann, hat sich zu einer aufwendigen Kunstform entwickelt, die weltweit gefeiert wird. In Deutschland wird am 7. Dezember der Nationale Tag der Weihnachtskrippe begangen – ein Feiertag, der diese festlichen Arrangements ehrt.

Die frühesten Krippendarstellungen waren bescheiden und zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts übernahmen italienische Haushalte die Tradition und erweiterten sie um weitere Figuren. Im frühen 17. Jahrhundert folgten bayerische Kirchen und gestalteten eigene Krippen.

1802 verbot die Säkularisation die Aufstellung von Weihnachtskrippe in Kirchen, woraufhin sie in private Haushalte verlagert wurden. Im Laufe der Zeit kamen zusätzliche Figuren hinzu – etwa Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige –, insbesondere gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Die Massenproduktion im späten 19. Jahrhundert machte die Figuren auch für weniger begüterte Familien erschwinglich.

Heute hängt der Erhalt der kunstvoll gestalteten Krippen von privaten Sammlern und engagierten Vereinen ab. Der Feiertag selbst geht auf Sven Giese zurück, den Gründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt".

Der Nationale Tag der Weihnachtskrippe lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Tradition, die sich von einfachen religiösen Darstellungen zu geschätzten kulturellen Schätzen gewandelt hat. Der Feiertag stellt sicher, dass das handwerkliche Können und die Geschichte hinter diesen Krippen weiterhin Teil der festlichen Bräuche bleiben. Ohne kontinuierliche Bewahrungsbemühungen könnten viele der aufwendigen Exemplare mit der Zeit verloren gehen.

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