21 February 2026, 14:48

VDW entwickelt schnelle CO₂-Berechnung für Werkzeugmaschinen in nur einem Tag

Eine Karte der Vereinigten Staaten mit verschiedenen Grüntönen, die die CO2-Emissionen anzeigen, begleitet von Text, der Größe, Kapazität und weitere Informationen über jede Quelle enthält.

VDW entwickelt schnelle CO₂-Berechnung für Werkzeugmaschinen in nur einem Tag

Neue Richtlinie soll CO₂-Fußabdruck von Werkzeugmaschinen vereinfachen

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) entwickelt derzeit eine neue Richtlinie, die die Berechnung des CO₂-Fußabdrucks von Werkzeugmaschinen deutlich vereinfachen soll. Ziel des Projekts ist ein praxisnahes und effizientes System, das insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugutekommt. Bisher konnte die Ermittlung eines Product Carbon Footprint (PCF) bis zu drei Monate dauern – künftig soll dies in nur einem Tag möglich sein.

Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem internationale Standards für CO₂-Berechnungen im Maschinenbau noch unklar sind. Zwar wird der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) der EU ab 2026 rund 180 stahl- und aluminiumintensive Produkte erfassen, doch spezifische Regelungen für Werkzeugmaschinen fehlen bisher. Andere Branchen wie die IT-Hardware-Hersteller oder die Produzenten von Elektroauto-Batterien verfügen bereits über Leitlinien im Rahmen des Greenhouse Gas Protocol (GHG) sowie Entwürfe für Produktionsemissionen. Der VDMA setzt sich weiterhin für die Interessen der Maschinenbauer in den politischen Diskussionen ein.

An der Expertengruppe sind führende Unternehmen der Branche beteiligt, darunter Chiron, DMG Mori, Grob-Werke, Heller, Schuler und United Grinding. Unterstützt werden sie von Fachteams des VDW und des VDMA. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Richtlinie zu erarbeiten, die einfach strukturiert ist und mit minimalem bürokratischem Aufwand auskommt. Die daraus resultierenden PCF-Berechnungen sollen vergleichbar, weltweit anwendbar und überprüfbar sein.

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Langfristig soll die Richtlinie in einen ISO-Standard überführt werden. Unternehmen, die sie anwenden, können mit klaren Vorteilen rechnen – etwa mehr Transparenz in ihren Lieferketten und eine verbesserte Umweltverantwortung.

Die neue Leitlinie bietet KMU einen schnelleren und zugänglicheren Weg, ihren CO₂-Ausstoß zu messen. Durch die Reduzierung des Berechnungsaufwands von Monaten auf einen einzigen Tag fällt eine zentrale Hürde für die Betriebe weg. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die größeren Bestrebungen, die Emissionsberichterstattung im Maschinenbau zu standardisieren.