26 April 2026, 02:20

VdK-Präsidentin Bentele zerpflückt Regierungspläne zu Rente und Gesundheit als ungerecht

Gruppe von Menschen auf einem Gebäudedach mit einem Banner, mit einem Baum links und Glasfenstern im Hintergrund, die scheinbar für die deutsche Regierung protestieren.

VdK-Präsidentin Bentele zerpflückt Regierungspläne zu Rente und Gesundheit als ungerecht

Der Sozialverband Deutschland (VdK) hat die Regierungspläne zur Renten- und Gesundheitsreform scharf kritisiert. VdK-Präsidentin Verena Bentele verurteilte die Vorhaben als ungerecht und warnte, dass sie einkommensschwache Bevölkerungsgruppen besonders hart treffen würden. Der Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums, der am Mittwoch im Kabinett beraten werden soll, hat bereits eine hitzige Debatte ausgelöst.

Bentele richtete sich vor allem gegen den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz, die gesetzliche Rente zu kürzen, und bezeichnete dies als "zynisch und realitätsfremd". Eine solche Maßnahme würde ihrer Ansicht nach immer mehr Rentner in die Armut treiben – insbesondere Gering- und Mittelverdiener. Auch die Hinterbliebenenrente und der Schutz von Erwerbsgeminderten könnten geschwächt werden.

Die VdK-Chefin lehnte zudem den Plan von Gesundheitsministerin Nina Warken ab, das Krankengeld zu reduzieren. Dies würde vor allem chronisch Kranke und finanziell bereits belastete Menschen zusätzlich unter Druck setzen.

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Ein weiterer zentraler Kritikpunkt ist die geplante Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung für Angehörige in der gesetzlichen Krankenversicherung. Bentele forderte stattdessen, dass Besserverdiener einen größeren und gerechteren Beitrag zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen leisten müssten.

Darüber hinaus verlangte sie, dass der Bund die ungedeckten Gesundheitskosten von Bürgergeld-Empfängern übernimmt. Die Haltung des VdK spiegelt die weitverbreitete Skepsis gegenüber den Reformplänen wider, die vor der Kabinettssitzung am Mittwoch weiterhin umstritten bleiben.

Der Gesetzentwurf steht nun zur Abstimmung im Kabinett an, doch der Widerstand von Verbänden wie dem VdK zeigt, wie tief die Gräben sind. Sollten die Änderungen beschlossen werden, könnten sie die Renten- und Gesundheitsleistungen grundlegend verändern – vor allem für einkommensschwache Haushalte. Wie die Regierung auf die Bedenken reagiert, wird die nächsten Schritte bestimmen.

Quelle