Uli Hoeneß greift vegane Ernährung scharf an – trotz eigener Herzprobleme
Maximilian SchönlandUli Hoeneß greift vegane Ernährung scharf an – trotz eigener Herzprobleme
Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit einer scharfen Attacke auf vegane Ernährung für Aufsehen gesorgt. In einem Podcast des Bayerischen Rundfunks behauptete er, dass pflanzliche Ernährung langfristig zu gesundheitlichen Problemen führe. Seine Äußerungen kommen überraschend, da er selbst eine Vorgeschichte mit Herzproblemen und Bluthochdruck hat.
Hoeneß argumentierte, vegane Ernährung mache die Menschen auf Dauer krank. Zudem warf er Veganern vor, ihren Lebensstil zu aggressiv zu propagieren. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, die den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringen.
Unterdessen hat die Tierrechtsorganisation PETA reagiert und Hoeneß eingeladen, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen. Die Organisation möchte ihm so die Möglichkeit geben, pflanzliche Ernährung selbst auszuprobieren.
Die Kritik von Hoeneß fällt in eine Zeit, in der immer mehr Menschen aus gesundheitlichen, ethischen oder ökologischen Gründen auf vegane Ernährung umsteigen. Bereits 2014 hatte der Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, eines der größten deutschen Fleischproduzenten, den Aufstieg pflanzlicher Wurstwaren vorhergesagt. Hoeneß, der für seine deutlichen Meinungen zu verschiedenen Themen bekannt ist, stützt seine Behauptungen oft nicht auf Fachwissen.
Seine jüngsten Äußerungen unterstreichen die anhaltende Debatte um pflanzliche Ernährung. Angesichts seiner eigenen gesundheitlichen Probleme – darunter eine frühere Herzbehandlung – wirkt seine Ablehnung des Veganismus besonders ironisch. Die Diskussion spiegelt einen größeren Wandel wider: Immer mehr Lebensmittelhersteller setzen auf Fleischalternativen, und auch in den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden gewinnen pflanzliche Ernährungsformen an Bedeutung.






