31 March 2026, 08:24

Telematikinfrastruktur: Frist für Therapeuten wird bis 2027 verlängert – doch nicht alle profitieren

Schwarze und weiße architektonische Zeichnung des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, die detaillierte Layout mit zahlreichen Drähten, Räumen, Fluren und Textanmerkungen zeigt.

Telematikinfrastruktur: Frist für Therapeuten wird bis 2027 verlängert – doch nicht alle profitieren

Frist für Anbindung an die Telematikinfrastruktur wird um fast zwei Jahre verschoben

Die Frist für Therapeuten und Anbieter medizinischer Hilfsmittel, sich an die deutsche Telematikinfrastruktur (TI) anzuschließen, wurde um nahezu zwei Jahre verlängert. Ursprünglich für Anfang 2026 vorgesehen, gilt als neuer Stichtag nun der 1. Oktober 2027. Die Verschiebung erfolgt vor dem Hintergrund von Verzögerungen bei der Einführung der elektronischen Verordnung für therapeutische und medizinische Hilfsmittel.

Betroffen von der Fristverlängerung sind rund 90.000 Leistungserbringer bundesweit. Zwar wurden keine konkreten Probleme mit dem elektronischen Heilberufsausweis oder dessen Auswirkungen auf die Telemedizin-Pläne gemeldet, doch bietet die zusätzliche Zeit mehr Spielraum für die Vorbereitung. Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten begrüßt die Verlängerung und verweist auf den weiteren Ausbau der Infrastruktur.

Für einige Unternehmen bedeutet die Verzögerung jedoch finanzielle Belastungen. Das in Auerbach ansässige IT-Dienstleistungsunternehmen Cherry rechnet mit Millionenverlusten. Um diese abzufedern, hat das Unternehmen Gegenmaßnahmen eingeleitet, darunter die Beschleunigung lukrativer Ersatzprojekte und die verstärkte Vermarktung seiner Softwarelösungen. Erst kürzlich erhielt eine seiner Anwendungen, die TIM.Pro-Lösung, die gematik-Zertifizierung.

Das Deutsche Medizinische Rechenzentrum (DMRZ) rät Anbietern, sich bereits freiwillig frühzeitig an die TI anzubinden. Zwar bietet die verlängerte Frist mehr Zeit, doch wer zu lange wartet, könnte mögliche Vorteile verpassen.

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Mit dem neuen Stichtag im Oktober 2027 haben Leistungserbringer nun zusätzliche Zeit, um sich in das TI-System zu integrieren. Ziel der Verschiebung ist es, den Übergang zu erleichtern – insbesondere für die elektronische Verordnung. Unternehmen wie Cherry müssen ihre Strategien jedoch anpassen, um die finanziellen Folgen der Verzögerung zu bewältigen.

Quelle