Streit um Gipsabbau bei Würzburg: Behörden geben grüne Ampel mit Auflagen
Maximilian SchönlandStreit um Gipsabbau bei Würzburg: Behörden geben grüne Ampel mit Auflagen
Ein umstrittenes Gipsabbauprojekt in der Nähe von Würzburg hat von den lokalen Behörden eine vorsichtige Zustimmung erhalten. Die Regierung Unterfrankens kam zu dem Schluss, dass der Abbau unter strengen Auflagen erfolgen könne. Da das Gebiet für die Trinkwasserversorgung der Region von entscheidender Bedeutung ist, wird die Debatte um das Vorhaben weiter angeheizt.
Die Firma Knauf plant, über einen Zeitraum von 50 Jahren unterirdische Gipsvorkommen abzubauen und dabei jährlich eine Million Tonnen zu fördern. Das Unternehmen begrüßte die Bewertung der Regierung und bezeichnete sie als fachliche Bestätigung der Sicherheit des Projekts.
Eine Online-Petition gegen das Vorhaben sammelte über 5.600 Unterschriften. Während des Planfeststellungsverfahrens wurden 79 Behörden angehört und 4.300 öffentliche Einwände geprüft. Die Grünen kritisierten die Bewertung scharf und warfen ihr vor, die Risiken für das Trinkwasser zu verharmlosen.
Der Regierungsbericht räumte ein, dass ein Restrisiko bestehe. Sollten die Grundwasserstände sinken, müsste der Abbau sofort eingestellt werden. Sämtliche Betriebsabläufe unterlägen strengen Auflagen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bergamt Nordbayern. Ein Beschluss wird bis Ende des Jahres erwartet. Bei einer Genehmigung müsste Knauf alle Sicherheitsauflagen erfüllen, um mit dem Projekt fortfahren zu können.
