SPD setzt im Berliner Wahlkampf auf Mietenstopp und Tennis-Duell mit Wegner
Janos PieperSPD setzt im Berliner Wahlkampf auf Mietenstopp und Tennis-Duell mit Wegner
Wohnen ist das zentrale Thema im Berliner Wahlkampf der SPD
Steffen Krach, Spitzenkandidat der Partei, hat die Bekämpfung explodierender Mieten und des Wohnungsmangels zur obersten Priorität erklärt. Seine Kampagne nahm dabei eine unerwartete Wendung, als er den regierenden Bürgermeister Kai Wegner zu einem Tennismatch herausforderte – eine Reaktion auf Wegners umstrittene Entscheidung, während eines stadtweiten Stromausfalls im vergangenen Jahr Tennis zu spielen.
Krach warf Vermietern vor, Mieter auszubeuten, und kündigte an, dass Mietkontrollbehörden ab Anfang 2027 mit Inspektionen beginnen werden. Den Vorstoß der SPD für ein stadtweites Mietenregister bezeichnete er als „bahnbrechende Entwicklung“ und „Game-Changer“ für Mieter. Zudem hatte die Partei den Berliner Mietspiegelausschuss ins Leben gerufen, ein Erfolg, den Krach besonders hervorhob.
Über lokale Maßnahmen hinaus forderte er eine bundesweite Opt-out-Klausel, die es Ländern wie Berlin ermöglichen würde, bei Bedarf wieder strengere Mietpreisbremse einzuführen. Wohnen, betonte Krach, bleibe das prägende Thema der SPD in dieser Wahl.
Die Tennis-Herausforderung geht auf Wegners Entscheidung zurück, während des großen Stromausfalls 2023 ein Match zu bestreiten. Krach schlug vor, das Spiel am selben Ort auszutragen – zu jeder Zeit und an jedem Ort, den Wegner wählt. Der Zug verbindet Wahlkampfstrategie mit einem Seitenhieb auf die Krisenführung des Bürgermeisters.
Krachs Vorschläge zielen auf schnelle Maßnahmen gegen steigende Mieten und langfristige politische Veränderungen ab. Das Mietenregister und die geplanten Kontrollen sollen Mieter vor Ausbeutung schützen. Gleichzeitig lenkt seine Tennis-Herausforderung die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Wohnungsfrage – und auf Wegners Führung in Krisenzeiten.






