Schwarz-rote Koalition scheitert an Wirtschaftspolitik: Familienunternehmen warnen vor Niedergang
Janos PieperSchwarz-rote Koalition scheitert an Wirtschaftspolitik: Familienunternehmen warnen vor Niedergang
Zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition hat die Stiftung Familienunternehmen und Politik die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung, warnte, dass die exportabhängige deutsche Wirtschaft durch Fehlentscheidungen und wachsende Bürokratie an Schwung verliere. Die Lage bezeichnete er als einen schleichenden, aber stetigen Niedergang der wirtschaftlichen Stärke des Landes.
Die Stiftung, die mehr als 600 familiengeführte Unternehmen vertritt, hatte zunächst gehofft, dass die Koalition die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verbessern würde. Doch Kirchdörfer stellte fest, dass diese Erwartungen enttäuscht wurden. Statt Bürokratie abzubauen oder Staatsausgaben zu senken, belaste die Regierung die Unternehmen mit unnötigen Hürden.
Familienunternehmen und junger Nachwuchs gelten als Deutschlands wertvollste Ressourcen. Kirchdörfer betonte jedoch, dass beide stabile und vernünftige politische Rahmenbedingungen bräuchten, um erfolgreich zu sein. Fehlen diese, verlagerten Unternehmen zunehmend Investitionen ins Ausland, um profitabel zu bleiben.
Verschärft wird die Situation durch globale Herausforderungen: Die USA untergraben die Planbarkeit im Welthandel, während sich Europas Führung in Bürokratie verfängt. Kirchdörfer machte deutlich, dass ein Scheitern für die aktuelle Regierung keine Option mehr sei – ihre Entscheidungen würden darüber bestimmen, ob Deutschland seine Position als führende Exportnation halten könne.
Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der familiengeführte Betriebe in Deutschland zunehmend Schwierigkeiten haben. Viele setzen mittlerweile auf ausländische Märkte, um ihre Gewinne zu sichern. Ohne dringende Reformen zur Entlastung von Bürokratie und zur Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen riskiert das Land langfristig den Verlust seiner Wettbewerbsfähigkeit.






