Schülertablets in Niedersachsen: Mehr als nur Leihgeräte geplant
Maximilian SchönlandSchülertablets in Niedersachsen: Mehr als nur Leihgeräte geplant
Schülertablets in Niedersachsen: Mehr als nur Leihgeräte geplant
Ankündigung Die SPD in Niedersachsen setzt ihr Wahlversprechen von 2022 endlich um: Tablets für Schülerinnen und Schüler. Doch die Geräte sollen nicht nur ausgeliehen werden – sie könnten tiefgreifende Veränderungen an den Schulen einleiten.
Veröffentlichungsdatum: 19. Dezember 2025, 10:49 Uhr MEZ
Zwei Bundesländer haben ehrgeizige Pläne vorgelegt, um die digitale Bildung an Schulen voranzutreiben. Bayern stellt in den kommenden zwei Jahren 296 Millionen Euro bereit, um Lehrkräfte mit Endgeräten auszustatten. Niedersachsens SPD hingegen investiert bis 2031 800 Millionen Euro, um Schülerinnen und Schülern kostenlos Tablets als Leihgeräte zur Verfügung zu stellen. Beide Initiativen zielen darauf ab, die bestehenden Lücken in der digitalen Infrastruktur der Schulen zu schließen.
In Bayern übernimmt die Landesregierung die vollständige Finanzierung der Geräte für Lehrkräfte im Rahmen einer 296-Millionen-Euro-Digitalisierungsoffensive. Die regierende Koalition beschloss im Landtag, das Programm innerhalb der nächsten zwei Jahre umzusetzen. Parallel dazu wird das Land weiterhin freiwillige Zuschüsse für mobile Endgeräte anbieten, um die Kosten für Eltern zu senken.
Unterdessen treibt die Niedersächsische SPD ihr Wahlversprechen aus dem Jahr 2022 voran und statten Schülerinnen und Schüler mit kostenlosen Leih-Tablets aus. Bildungsministerin Julia Willie Hamburg bestätigte den Plan, der mit der finalen Vereinbarung zum DigitalPakt 2.0 übereinstimmt. Das 800-Millionen-Euro-Programm soll bis 2026 abgeschlossen sein. Die Tablets sollen dabei nicht nur als Lernhilfe dienen, sondern eine umfassendere digitale Transformation der Schulen anstoßen. Die Opposition fordert mehr Flexibilität und schlägt vor, Schulen sollten auch die Möglichkeit haben, stattdessen Laptops anzuschaffen. Dennoch betont die SPD, dass das Programm für mehr Chancengerechtigkeit im digitalen Bereich sorgen werde – insbesondere angesichts der bisher ungleichen technischen Ausstattung in der Region.
Während Bayern die Ausstattung der Lehrkräfte innerhalb von zwei Jahren abschließt, setzt Niedersachsen mit seinem 800-Millionen-Plan auf die flächendeckende Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit Tablets bis 2026. Beide Länder unterstreichen die Notwendigkeit gleicher digitaler Bildungschancen. Durch gezielte Fördermittel und Zuschüsse sollen die Unterschiede im Zugang zu moderner Technik verringert werden.