Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte – doch viele Betriebe zögern noch
Maximilian SchönlandSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte – doch viele Betriebe zögern noch
In Sachsen-Anhalt steigt die Zahl der Betriebe mit ausländischen Beschäftigten rasant an
In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Unternehmen in Sachsen-Anhalt, die ausländische Arbeitskräfte einstellen, stark erhöht. Zwischen 2015 und 2025 verdoppelte sich die Zahl sogar. Dennoch beschäftigen noch immer fast drei Viertel der Betriebe in der Region keine internationalen Mitarbeiter.
Allein in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in Sachsen-Anhalt vervierfacht. Besonders stark war der Anstieg zwischen 2020 und 2025 – das Land verzeichnete damit das höchste Wachstum bei der Beschäftigung von Ausländern in Ostdeutschland. Zwischen Juni 2024 und Juni 2025 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten ausländischen Arbeitnehmer um 5.560.
Aktuell stellt jedes vierte Unternehmen in Sachsen-Anhalt internationale Mitarbeiter ein. Größere Betriebe greifen dabei häufiger auf Arbeitskräfte aus dem Ausland zurück. Mittlerweile kommen fast neun Prozent aller Beschäftigten in der Region aus anderen Ländern.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung von Zuwanderung. Demografische Entwicklungen und Fachkräftemangel seien entscheidende Gründe für die wachsende Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften.
Trotz des rasanten Wachstums beschäftigen die meisten Unternehmen in Sachsen-Anhalt weiterhin keine ausländischen Arbeitnehmer. Der Anteil der ausländischen Belegschaft hat sich jedoch deutlich erhöht und macht nun einen spürbaren Teil der Gesamtbeschäftigten aus. Dieser Trend spiegelt die wirtschaftlichen Notwendigkeiten wider, die mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes verbunden sind.






