30 January 2026, 20:40

RWE und Kyon Energy bauen riesige Batteriespeicher für Niedersachsens Stromnetz aus

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

RWE und Kyon Energy bauen riesige Batteriespeicher für Niedersachsens Stromnetz aus

In Niedersachsen nehmen zwei große Batteriespeicherprojekte Gestalt an. Die Energieunternehmen RWE und Kyon Energy haben Pläne bekannt gegeben, die Netflexibilität auszubauen – eine wichtige Maßnahme angesichts des wachsenden Anteils erneuerbarer Energien. Beide Anlagen sollen mit ihrer schnellen Reaktionsfähigkeit dazu beitragen, die Stromversorgung in der Region zu stabilisieren.

Kyon Energy hat in Alfeld bereits einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 137,5 Megawatt (MW) fertiggestellt. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von 282 Megawattstunden (MWh) und ist an das 110-Kilovolt-Netz von Avacon angeschlossen. Sie wird Strom an den Strommärkten handeln und ohne Subventionen Flexibilität für das Netz bereitstellen.

Unterdessen bereitet RWE in Lingen ein noch größeres Vorhaben vor: Ab Anfang 2026 soll dort der Bau eines 400-MW-Batteriespeichers beginnen, der voraussichtlich 2028 in Betrieb geht. Die Anlage wird mindestens 800 MWh speichern können – genug, um bei voller Leistung zwei Stunden lang Strom abzugeben.

Der Speicher in Lingen wird an das Übertragungsnetz von Amprion angebunden und soll Ausgleichsleistungen, Reservekapazitäten sowie kurzfristige Flexibilität bieten. Beide Projekte zielen darauf ab, die Netzstabilität zu stärken, während der Ausbau von Wind- und Solarenergie voranschreitet.

Während der Speicher in Alfeld bereits in Betrieb ist, befindet sich der Standort in Lingen noch in der Planungsphase. Gemeinsam werden sie mehr als 500 MW an schnell verfügbarer Speicherkapazität in das niedersächsische Netz einbringen. Die Anlagen sollen eine Schlüsselrolle dabei spielen, Schwankungen bei der Einspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen.