Ruhr Festival Beginnen mit iranischem Drama auf Persisch - Ruhrfestspiele 2025 kämpfen um Eröffnung trotz Kriegs- und Reisechaos
Ruhrfestspiele 2025 stehen vor großen Herausforderungen vor Eröffnung am 3. Mai
Das Ruhrfestspiele-Festival 2025 sieht sich in diesem Jahr mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert, während es sich auf die Eröffnung am 3. Mai vorbereitet. Das diesjährige Motto "Schock und Staunen" soll mit einem iranischen Flüchtlingsdrama den Auftakt finden – sofern die Schauspieler:innen sicher anreisen können. Die Veranstalter:innen kämpfen gegen die Zeit, um die Ensemblemitglieder aus dem Iran zu holen, während sich die Konflikte im Nahen Osten weiter zuspitzen.
Traditionell finden die Ruhrfestspiele 2025 vom 1. Mai bis zum 13. Juni statt und beginnen mit einer kulturellen Maifeier. Doch in diesem Jahr überschattet der Krieg die Vorbereitungen. Seit Februar 2024 arbeiten die Organisator:innen daran, "Das Kind" auf die Bühne zu bringen – ein Stück der iranischen Dramatikerin Naghmeh Samini. Es erzählt die Geschichte von drei Frauen, die mit einem Kind an einer europäischen Grenze gestrandet sind. Die in Persisch gespielte Produktion mit deutschen und englischen Untertiteln sollte von der Theatergruppe von Fatemeh Motamed-Arya aufgeführt werden.
Doch am 28. Februar 2026 ändert sich alles: Nach US-israelischen Luftangriffen auf den Iran folgen iranische Gegenangriffe. Luftsperrzonen und Flugannullierungen machen eine Ausreise für die Gruppe unmöglich. Festivalleiter Frank Richter hält über WhatsApp Kontakt zu den Künstler:innen und sucht Unterstützung beim Auswärtigen Amt. Sollte die Einreise weiterhin scheitern, muss die Aufführung abgesagt werden – eine Entscheidung, die selbst eine Botschaft senden würde.
Hinzu kommt, dass die Hauptspielstätte des Festivals aktuell saniert wird. Stattdessen wird ein provisorisches Zelt mit 500 Plätzen als Veranstaltungsort dienen, unter anderem für die Eröffnungsrede von Ursula Krechel am 3. Mai. Trotz aller Rückschläge verspricht das Programm weiterhin Uraufführungen, Deutschlandpremieren und Auftritte von Stars wie Katja Riemann, Katharina Thalbach und Joachim Król.
Ob die Eröffnung des Festivals gelingt, hängt nun davon ab, ob die iranischen Schauspieler:innen Deutschland erreichen können. Kommen sie an, erleben die Zuschauer:innen ein packendes Drama über Vertreibung und Grenzen. Scheitert die Reise, wird die leere Bühne selbst Teil der Geschichte. So oder so werden die diesjährigen Ruhrfestspiele 2025 die Instabilität widerspiegeln, die die Welt jenseits des Zeltes prägt.






