03 March 2026, 19:18

Ringelheimer Kita-Sanierung: Familien leiden unter jahrelangen Verzögerungen und explodierenden Kosten

Die St. Mary's Episcopal Church, ein großes steinernes Gebäude mit einem grünen Dach, Fenstern, einer Tür und einer Treppe mit einem Geländer, steht zwischen Gras, Pflanzen und Bäumen, mit Fahrzeugen und anderen Gebäuden in der Nähe unter einem bewölkten Himmel.

Ringelheimer Kita-Sanierung: Familien leiden unter jahrelangen Verzögerungen und explodierenden Kosten

Sanierung des Ringelheimer Kindergartens: Verzögerungen und explodierende Kosten belasten Familien in Salzgitter

Die seit Langem verschobene Sanierung des Kindergartens in Ringelheim stellt Familien in Salzgitter vor große Probleme: Überfüllte Betreuungsangebote und Engpässe bei der Kinderbetreuung sind die Folge. Ursprünglich sollte das Projekt bereits vor Jahren abgeschlossen sein, doch nun treiben steigende Kosten und immer neue Rückschläge die Verantwortlichen um. Ein Ende ist nicht in Sicht – währenddessen diskutieren lokale Politiker, wie die wachsenden Ausgaben gedeckt werden können.

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Die Kosten für die Sanierung des Ringelheimer Kita-Gebäudes waren ursprünglich mit 940.000 Euro veranschlagt. Bis Anfang 2026 hatte sich die Summe jedoch auf 1,592 Millionen Euro aufgebläht. Seit dem Baustopp im Jahr 2021 verschärft sich die Kapazitätskrise: Eltern müssen sich mit provisorischen Lösungen behelfen, während die bestehenden Einrichtungen an ihre Grenzen stoßen.

Laut einem Beschluss des Stadtrats von November 2021 sollte die Kirchengemeinde St. Johannis als Eigentümerin des Gebäudes für die Mehrkosten aufkommen. Doch kürzlich debattierte der Rat darüber, den eigenen Finanzierungsplan anzupassen, um die Kostenüberziehung abzufedern. Die CDU-Rätin Sabine Thiele plädierte für eine zügige Freigabe der Mittel und betonte die Dringlichkeit, das Projekt endlich abzuschließen. Sie räumte jedoch ein, dass die jahrelangen Verzögerungen die Krise weiter verschärft hätten.

Hermann Fleischer von der Linken hinterfragte die finanzielle Beteiligung der Kirchengemeinde, während der Grüne Ralf Albert die stark gestiegenen Ausgaben kritisierte. Diese belasten den städtischen Haushalt zunehmend, warnte er, und forderte einen Kompromiss zwischen Stadt und Kirchengemeinde, um die Pattsituation zu überwinden.

Statt einer sofortigen Abstimmung folgte der Rat einem Vorschlag von Lars Tietjen (Grüne/Die Partei): Der Plan wurde zur weiteren Prüfung an die Fraktionen zurückverwiesen. Damit bleibt die Zukunft des Projekts – und mit ihr die Wiedereröffnung der Kita – ungewiss.

Die Sanierung ist nach wie vor nicht abgeschlossen, der Streit um die Finanzierung dauert an. Familien in Ringelheim müssen weiterhin mit langen Wartelisten und unzureichenden Betreuungsmöglichkeiten leben. Solange keine Lösung gefunden wird, werden sich Verzögerungen und Kostensteigerungen fortsetzen – und die Einrichtung auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben.